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Kirche in 1Live | 31.01.2026 | floatend Uhr
Catcalling
„Wow Süße, geiler Arsch!“ „Die will ich heute Nacht noch knallen!“ „Er starrte mich an und holte sich dabei einen runter.“
Das sind
sogenannte Catcalls. Belästigungen. Verbale Übergriffe. Sexuelle Kommentare.
Anspielungen aufs Aussehen und den Körper. Die meisten Frauen haben das schon
mal irgendwann erlebt. Fremde Typen, die uns das auf der Straße hinterher
rufen.
Ich sag euch was: Jungs, Catcalls sind keine Komplimente für uns! Auch wenn ihr
das vielleicht denkt… Catcalls werten uns ab! Kein Fremder soll mir gefälligst
sagen, dass ich geile Titten hab – sorry, wenn ich das hier so sage: aber das
ist eure Sprache, Jungs.
Ich lese das immer wieder, wenn ich aufm Fahrrad durch Münster fahre, da steht’s auf die Straße geschrieben mit Kreide. Daneben die Hashtags #stopptbelästigung und #ankreiden.
Die Idee
dahinter ist: Genau an dieser Stelle hat sich die Situation abgespielt, genau
hier wurden Frauen angemacht und sexuell bedrängt. Jetzt laufen hunderte von
Leuten dort her, die sollen das wissen: Genau hier, hat ne Belästigung statt
gefunden. Hier. Im öffentlichen Raum.
Und deswegen steht es mit großen Kreidebuchstaben da.
Mädels, wenn euch so was passiert: das ist nicht okay! Ihr braucht das komische Gefühl nicht verdrängen. Kreidet es an! Werdet laut und sichtbar!
Rike Bartmann, Münster
