Aktuelles
Beziehungsstatus: geliebt
--
X
-----

Beiträge auf: wdr2 

evangelisch

Kirche in WDR 2 | 07.03.2026 | 05:55 Uhr

Beziehungsstatus: geliebt

„Es ist kompliziert“ – sagt man, wenn man es nicht sagen will oder sagen kann, wie das ist mit der Beziehung. Dann ist der Beziehungsstatus kompliziert. Keine feste Beziehung, aber da ist auch nicht nichts. Vielleicht sowas wie Freundschaft Plus. Freundschaft ja, Liebe auch, aber das große Glück mit dem einen Menschen eher nein. Es ist kompliziert.

Jetzt lese ich von Self-Partnership, Menschen verbinden sich mit sich selbst. Das ist für sie erst mal das Wichtigste: sich selbst lieben und sich selbst treu sein. Und dann mal weiterschauen. Ausprobieren, scheitern, wachsen. Finde ich gut. Und frage mich zugleich: Kann ich das denn? Mich selbst lieben? Ganz? Ich bin ja auch kompliziert.

In unserer Gesellschaft ist zum Glück vieles einfacher geworden. Wie und mit wem man am besten glücklich wird, ist jedem und jeder selbst überlassen. Vater, Mutter, Kind ist nicht mehr die Norm. Familie ist da, wo Kinder sind und Erwachsene Verantwortung übernehmen. Seit Jahren gibt’s die sogenannte „Ehe für alle“, und in jeder Serie tummeln sich queere Menschen. Vielfalt ist normal geworden.

Bleibt die Liebe selbst. Wo lernen wir eigentlich, zu lieben? Auf Netflix oder Amazon ist es immer gleich groß und romantisch, bei den eigenen Eltern oft festgefahren und unglücklich. Wo lernen wir, wie das geht: Bedürfnisse äußern, Ängste zeigen, den Alltag verhandeln, das Glück beleben?

Wer eine Beziehung eingeht und Nähe zulässt, trifft ja nicht nur auf das Schöne, das Anziehende, sondern sieht auch die Schattenseiten, die Verletzungen, die Grenzen. Das macht ja die Liebe aus: Dass ich sein kann, wer ich bin. Und so geliebt werde. Das ist für mich nah dran an dem, was eigentlich nur der Glaube kann. Dieses tiefe Gefühl vermitteln: Ich bin angesehen, gehalten, geliebt.

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; Gott aber sieht das Herz an.“ Das steht so in der Bibel. Eine tiefe Glaubenserfahrung. Gott sieht nicht nur das Äußere, sondern Gott sieht mein Herz an. Das, was mich im Innersten ausmacht. Und sagt mir dann: Du bist geliebt. Dieses Grundgefühl hilft mir, mich selbst zu lieben. Vielleicht ist das so etwas wie Selbstliebe-Plus. Und wahrscheinlich bin ich so auch besser für andere zu haben. Beziehungsstatus: geliebt.


Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen