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Kirche in 1Live | 15.04.2026 | floatend Uhr
solidarisch sein
Aktuell
sind noch 17,4 Millionen Menschen in Deutschland in der Evangelischen Kirche. Wir
werden weniger, auch weil viele sagen: „Ich
glaube zwar an Gott, aber ich bleib‘ nicht offiziell dabei, das
Geld für die Kirchensteuer spar‘ ich mir.“ Ich
finde das schade. Weil
Kirche mehr ist, als ein Eintrag in einem Register. Weil
Kirche für mich bedeutet: solidarisch sein.
Wenn viele gehen, dann leidet genau das, was Halt gibt: die diakonische Arbeit und das Miteinander. Dazu gehört der evangelische Kindergarten im Stadtteil genauso wie der Besuchsdienst, in dem sich Ehrenamtlich engagieren, um zum Beispiel älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind, das Gefühl zu geben, ein Teil von was zu sein. Dazu gehört es, Orte zu schaffen, an denen sich Menschen sicher fühlen. Was wird aus dem Kirchenasyl, was aus der queeren Kirche, …?
Kirche ist eine Institution. Klar. Und ich muss auch nicht alles gut finden. Aber Kirche lebt davon, dass da Menschen sind, die sich engagieren, die ihre Meinung sagen, die Haltung zeigen – nach außen und nach innen.
Ich arbeite gerne in der Kirche mit. Nicht nur, weil’s mein Job ist. Sondern weil für mich, der Glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben, Kräfte freisetzt, die mich stark für andere machen, die Hoffnung geben, dass unsere oft so graue und brutale Welt ein guter Ort wird.
Sprecherin: Lisa Kielbassa
Redaktion: Landespfarrerin Julia-Rebecca Riedel
