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Hörmal | 18.01.2015 | 07:45 Uhr

Jahreslosung 2015

Wir sind endlich angekommen. Neun Stunden Flug, eine Nacht am Bahnhof, und vier Stunden Fahrt mit dem Auto von Chennai nach Vellore liegen hinter uns. Die Hitze Südindiens, die vielen Eindrücke der Reise, ich bin erschöpft. So viele Bilder, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kannte: Kühe am Straßenrand, Menschen, die über Autobahnen laufen, Menschen, die auf der Straße schlafen, Linksverkehr. Sandil, unser Fahrer, bringt unsere kleine Reisegruppe durch das Verkehrschaos sicher ans Ziel, zum Kinderheim der Shalom-Foundation. Es ist, als würden wir durch das Hoftor noch einmal in eine neue Welt fahren. Gerade noch war überall wildes Gehupe zu hören, jetzt ist es plötzlich still. Dieser Ort ist vom ersten Moment an besonders, wie eine Oase inmitten von incredible India, inmitten dieses unglaublichen Landes.

Wir werden erwartet. Kinder und Mitarbeiter stehen vor dem Haus und strahlen uns an. Nach und nach schälen wir uns aus dem silbernen Jeep. Und noch bevor die Füße den Boden berühren, hängt uns ein Mitarbeiter des kleinen Kinderheims eine Blumengirlande um den Hals. Handgeflochten. Rote, grüne, gelbe und weiße Blumen. Sie duften und wiegen schwer. So wie die Ehre, die uns hier entgegengebracht wird, noch bevor wir uns vorgestellt haben. Wir wurden erwartet. Und jetzt empfangen. Vorbehaltlos. Freudig. Die Mitarbeiter und die Kinder verneigen sich vor uns als ihren Gästen. Unsicher und vorsichtig mache ich es ihnen nach.

»Nehmt einander an«, heißt es in der Jahreslosung für 2015, einem Vers aus der Bibel, der wie ein Motto für dieses Jahr ausgesucht wurde. Hier fühlt es sich an wie »Heißt einander willkommen«.

Ich wurde herzlich willkommen geheißen in Indien. Im Kinderheim der Shalom-Foundation durfte ich eine Gastfreundschaft erleben, wie ich sie vorher nicht kannte. Es ist eine kleine christliche Organisation, die sich den ärmsten der Armen verpflichtet hat. Gastfreundschaft ist hier ein Prinzip. Und dieses Prinzip, das durfte ich erleben, wird nicht nur weißen Europäern entgegengebracht, sondern schlicht allen Menschen. „Love all“, liebe alle, so nennen sie es.

Drei Wochen verbrachten wir als Gruppe gemeinsam in Südindien, unsere Kirchengemeinde unterstützt die Arbeit dort, nun konnten wir alles mit eigenen Augen sehen. Wir wurden bei Familien zum Essen eingeladen, spielten mit den Kindern im Heim und besuchten mehrere Schulen. Gemeinsam mit den Life-Trainees haben wir gekocht und gegessen. Die jungen Erwachsenen sind für ein Jahr bei der Shalom-Foundation, um im Feriencamp mitzuhelfen. Das betreibt die Organisation zusätzlich zum Kinderheim in den Bergen. Jeden Morgen trafen wir uns mit ihnen in der Kapelle. Wir beteten zusammen und lasen gemeinsam in der Bibel.

»Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat“, lautet der zweite Teil der Jahreslosung. Heißt einander willkommen, ladet einander ein, seid gastfreundlich, erinnert euch, wie Jesus den Menschen begegnet ist. Vorbehaltlos. Freundlich. Zur Ehre Gottes. Und mit seiner Vorliebe für die Schwachen. Denen, die in unseren Augen unten sind, ist Jesus auf Augenhöhe begegnet. Er hat den Menschen die Tür weit auf gemacht und sie herzlich herein gebeten. Durch diese Tür zu gehen, ist wie über eine Schwelle zu treten in eine neue Welt.

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