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Kirche in WDR 2 | 18.06.2016 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Ein gigantisches Geschenk Gottes

O-Ton F5/0'44'' Will hat das Haus seit zwei Jahren kaum verlassen. Wir haben es versucht. - Ja, aber wir hatten’ keinen Erfolg.

Camilla und Stephen Trayner sind verzweifelt. Ihr Sohn Will hat allen Lebensmut verloren: Er ist nach einem schlimmen Unfall am ganzen Körper vom Hals abwärts gelähmt. Um ihn aufzumuntern, stellen sie Louisa ein, ein junge Frau. Das ist die Ausgangssituation in dem Film “Ein ganzes halbes Jahr”, der nächsten Donnerstag in die Kinos kommt. Will aufzuheitern, ist aber alles andere als ein einfacher Job, denn er sieht vieles negativ:

O-Ton F1/0'44'' Dies ist so ein Ort, wo Leute hinkommen, die keine Lust mehr auf das wahre Leben haben. - Ich bin hier glücklich. - Das sollten Sie aber nicht sein, Sie leben nur einmal. Und Sie haben die Pflicht, das in vollen Zügen zu genießen.

Das sieht Will als das wahre Leben: Erfolgreich im Beruf sein, außerdem in der weiten Welt zuhause und in der Freizeit immer hart am Limit. Doch das ist für ihn seit dem Unfall zu Ende. Unermüdlich versucht seine neue Gesellschafterin, ihn auf andere Gedanken zu bringen. Endlich gibt Will ihr eine Chance:

O-Ton F1/0'55'' Erzählen Sie mir was Schönes. - Als ich klein war, hatte ich ein Lieblingskleidungsstück. Das war meine Hummelstrumpfhose. - Hummelstrumpfhose? - Schwarz und gelb gestreift. – Ach, herrje. - Hatten Sie nie was, was Sie so richtig geliebt haben? - Doch.

Das Eis ist geschmolzen, die beiden entwickeln Gefühle füreinander.

O-Ton F1/1'51'' Ich möchte nicht, dass du all das verpasst, was dir ein anderer geben könnte. - Aber ich kann dich glücklich machen. ... Du hast aus mir einen vollkommen neuen Menschen gemacht.

Aber über dem jungen Glück liegt ein gewaltiger Schatten. Denn der Querschnittsgelähmte hat eigentlich längst mit seinem Leben abgeschlossen.

O-Ton F1/1'35'' Ich habe meinen Eltern sechs Monate versprochen und genau das habe ich ihnen gegeben. - Aber das war, bevor ich da war.

Spätestens hier schwant den Zuschauern: Der Filmtitel „Ein ganzes halbes Jahr“ steht für die Zeit bis zu Wills Selbstmord. Und ich verrate das jetzt mal: Will zieht das durch. Der selbstgewählte Tod wird zum „Happy End“. Was für eine verhängnisvolle Botschaft: Wirft das Schicksal Dich aus der Spur, bringst Du Dich am besten um. Diese Haltung stellt letztlich das Lebensrecht jedes Menschen mit Handicap in Frage.

Das Leben ist ein gigantisches Geschenk Gottes, davon bin ich überzeugt. Es ist unendlich wertvoll. Gott sei Dank weiß ich nicht, was mir blüht. Aber wenn mir etwas schlimmes geschieht, wünsche ich mir, dass ich von Menschen umgeben bin, die mich zum Leben ermutigen. Und ich nehme mir vor, dies bei anderen zu tun. Und das nicht nur für das nächste halbe Jahr.

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