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Kirche in WDR 2 | 25.08.2018 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Der Einzelne zählt

Der junge Patient Adam hat Leukämie. Jedoch sind sowohl er als auch seine Eltern Zeugen Jehovas. Und eine Bluttransfusion widerspricht ihrem Glauben.

Der Regel des Glaubens blind folgen oder überleben: Um diese fundamentale Streitfrage geht es in dem Film „Kindeswohl“, der am Donnerstag in die Kinos kommt.

Ich bin katholischer Christ. Für mich ist es schon irgendwie heikel, wenn ich mich auf einen solchen Konflikt einlasse. Aber hier kann ich nicht anders. Dürfen Eltern aus Glaubens-Überzeugungen ihrem minderjährigen Kind die Lebensrettung verwehren?

In dem Film gehen die Ärzte vor Gericht, um die Bluttransfusion zu erstreiten. Der Fall wird Richterin Fiona Maye vorgetragen:

Ich nehme an, der Junge hat eine Form von Leukämie… - Hören Sie auf mit ‚Der Junge‘. Geben wir ihm einen Namen! – Selbstverständlich, Mylady: Adam.

Das finde ich richtig und wichtig. Es geht nie um irgendeinen Fall, es geht immer um den einzelnen Menschen. Denn jede und jeder ist Abbild Gottes. Ich finde es vorbildlich, wenn Richterin Fiona den Einzelnen – hier Adam – in den Mittelpunkt stellt. Sie besucht ihn im Krankenhaus, um ihn zu treffen und um ihn besser einschätzen zu können.

Sie kommen also, um mich umzustimmen. – Warum ist eine Bluttransfusion falsch? – Warum ist etwas Unrecht? Folter, Lügen, den Ehepartner betrügen?

Adam ist zunächst skeptisch und bleibt erst noch auf Distanz. Aber die Richterin findet passende Worte.

Die Leute denken, Du wurdest von Deinen Eltern beeinflusst. Ich muss mich entscheiden.

Nach und nach kommen Richterin Fiona und Adam in ein gutes Gespräch. Sie lernen einander kennen und verstehen sich am Ende richtig gut.

Nein, noch nicht gehen, bitte! – Adam, ich muss wieder ins Gericht. – Nur, bis Donna mir mein Essen bringt. - Na gut. Bevor ich gehe, erzählst Du mir was über Deine Gitarre. Sie ist wunderschön. – Gehörte meinem Opa. Ich spiele seit vier Wochen und ich kann inzwischen schon zehn Lieder.

Schließlich musizieren und singen die beiden sogar gemeinsam. Richterin Fiona gewinnt in der persönlichen Begegnung wichtige Eindrücke für ihre Entscheidung. - Das hat sie gut gemacht. So will ich auch vorgehen: Auch wenn mir mein Glaube grundsätzlich eine Regel vorgibt, kann es manchmal nötig sein, sie nicht einfach blind anzuwenden. Sondern mit den Menschen zu sprechen und die konkrete Situation zu berücksichtigen. So geschieht es heute übrigens generell auch in der katholischen Kirche, etwa, wenn ein Mitarbeiter nach einer Scheidung wieder heiratet. Und das ist auch gut so. - Sie ahnen es sicher schon: Auch Richterin Fiona lässt es nicht zu, dass eine Glaubensregel bei Adam um den Preis seines Lebens befolgt wird. Gott sei Dank.

Das Kindeswohl soll vor Gericht an oberster Stelle stehen.

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