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Kirche in WDR 2 | 13.10.2018 | 05:55 Uhr

Aufgeben ist auch nicht die Lösung

Das, was ich jetzt sage, ist ja gerahmt von Nachrichten aus aller Welt.

Der Morgen in WDR 2 lässt seine Hörer*innen gut informiert in den Tag starten. Halbstündlich läuft über den Sender, was in unserem Land, in der Welt passiert.

Und das ist im Moment vor allem Schreckliches.

Ich kann gar nicht sagen, was ich davon eigentlich am Schrecklichsten finde:

Dass Menschen unschuldige Menschen jagen und hetzen.

Dass die einen, die viel haben, die andern, die wenig haben, nicht haben wollen.

Dass der Planet uns Menschen langsam nicht mehr schafft.

Dass Schildkröten mit Panzern leben, durch die sich Strohhalme gebohrt haben.

Dass Leute ihre Macht ausnutzen.

Dass…. Die Liste ist unendlich.

Manchmal mache ich dann einfach das Radio aus, oder ich schalte um auf irgendetwas, das mir am frühen Morgen bessere Laune macht als die neuesten Zahlen von Gewaltopfern.

Schlimm, oder?

Genau. Und mein schlechtes Gewissen meldet sich auch sofort und schreit mir von ganz tief unten zu: „Mensch, gegen diese offenkundigen Ungerechtigkeiten muss du doch etwas tun! Komm schon! Du bist doch Kirche. Ihr sagt doch immer, dass ihr retten wollt, was nicht mehr zu retten ist. Das ihr einen Retter habt.

„Ja“, schreie ich meinem schlechten Gewissen und allen, die fragen, entgegen. „Ich will ja etwas tun, aber wo soll ich nur anfangen? Was bringt es, wenn ich auf Strohhalme verzichte, wenn die Müllinsel schon so groß wie ganz Europa ist? Was bringt es, wenn ich mit Leuten rede, die sowieso nicht kapieren, was ich ihnen sagen will? Was bringt es, wenn ich einem Menschen helfe, wenn es doch so viele gibt, denen geholfen werden muss? Was bringt das alles denn?

Es ändert sich ja doch nichts.“

Es überfordert mich, dass so viel Schreckliches passiert und dass das Schreckliche immer näher- kommt. Die Lösung für mich: einfach abschalten. Und das erschreckt mich.

Sprecher: „Und siehe, ein Engel des Herrn rührte sie an und sprach zu ihr: „Steh auf und iss!“ Und sie sah sich um, und siehe, an ihrem Kopfende lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. (1. Kön 19,5)

Ich gehe in mein Lieblingscafé und trinke eine Tasse Cappuccino. In meiner Lieblingsecke. Sehe aus dem Fenster und denke nach. Für einen Moment wird es ganz still in mir und dann ist es, als kommen sie zurück – langsam – mit jedem Schluck ein wenig mehr – meine Zuversicht und meine Kraft.

Sprecher: Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wider und rührte sie an und sprach: „Steh auf und iss! Denn du hast noch einen weiten Weg vor dir.“ (1Kön 19,7)

Dieser eine Cappuccino ist einfach himmlisch.

Und dann stehe ich wieder auf und gehe los.

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