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Kirche in WDR 2 | 08.12.2018 | 05:55 Uhr

Verwirrung um die Krippe herum

Neulich bei der Krippenspielprobe: Wir proben gerade die letzte Szene der Weihnachtsgeschichte.

Josef, Maria, das Kind, die Schafe und so weiter, stehen um die Krippe und schauen die Babypuppe an – die in einer viel zu großen Windel steckt. Das ist eigentlich das Ende der Szene, aber da fragt Maria mit dem Baby im Arm: „Josef, wie sollen wir das Kind denn nennen?“

Josef überlegt und sagt: „Vielleicht Josef!?“

Kurze Verwirrung um die Krippe herum. „Hä?“, sagt Maria. „Das Baby heißt doch Jesus!“

„Wer sagt denn, dass der Jesus heißen muss?“

„Der Engel!“, sagt Maria

Jetzt mischen sich die Hirten und Schafe ein.

„Ja, genau, das hat uns der Engel doch gerade gesagt.“

„Aber normalerweise dürfen doch nur die Eltern, dem Kind den Namen geben.“

„Ja, Gott ist ja auch der Vater von Jesus. “

„Und ich? Also Josef?“

„Äh, ja, der irgendwie auch. Ich weiß auch nicht, wie das geht, aber jedenfalls heißt das Kind Jesus, und der ist Gottes Sohn, sonst geht doch die ganze Geschichte nicht!“

„Ich finde das irgendwie komisch, dass der zwei Väter hat!“

„Ich auch!“

Und das finden dann alle.

Und dann schauen mich alle fragend an:

„Frau Uhrmeister, warum hat das Kind zwei Väter?“

Ich überlege kurz. Mein erster Impuls ist, irgendeine hochtheologische Antwort zu geben. Zu erklären, wie das gehen könnte, aber nein, das wäre Quatsch. Ich kann bei allem theologischen Sachverstand wirklich nicht sagen, wie das geht und warum das so ist.

„Das weiß ich nicht!“, sage ich deshalb.

„Wieso, klar geht das. Ich habe auch zwei Väter!“, sagt Paul, der Hirte.

Alle schauen ihn an.

„Was, das stimmt! Ich habe meinen Vater, der halt mein Vater ist, aber der wohnt nicht mehr bei uns, seit ich ein Baby war. Und dann habe ich meinen Vater, der bei uns wohnt, seit ich Baby war.“

„Ja, ok, dann ist aber dein richtiger Vater ja der erste, also der, der nicht mehr bei euch wohnt,“ sagt ein Kind aus der Riege der Schafe.

„Schon, aber trotzdem sind beide für mich irgendwie meine Väter. Die sind halt beide ganz unterschiedlich, aber ich mag sie beide. Ich habe einfach zwei. Ich finde, Jesus kann ruhig zwei Väter haben. Das ist nicht schlimm. Ist sogar manchmal besser: Da bekommt man zu Weihnachten mehr Geschenke!“

So hatte ich mir das noch nie überlegt, aber es stimmt: Ich habe ja auch zwei Väter: Meinen Vater und den im Himmel. Und das ist auch kein Problem.

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