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Kirche in WDR 2 | 06.12.2021 | 05:55 Uhr

Krippen für Flutopfer

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende auch schon wieder rum. Tja. Und es ist nicht nur Montag, sondern auch Nikolaus. Und deshalb hoffe ich, dass Ihre Stiefel heute randvoll waren. Und dass Sie der heilige Nikolaus nicht vergessen hat.

Meine persönliche Nikolausgeschichte, die habe ich schon vor ein paar Wochen erlebt.

Wieder mal war bei uns in der Agnespfarrei eine Frau gestorben, wieder mal hat die Stadt keine Angehörigen ermittelt. Wieder bin ich zu dem Haus der Verstorbenen gefahren habe dort geklingelt, mit ein paar Nachbarn gesprochen und Zettel mit einer Einladung zur Beerdigung in die Briefkästen geworfen. Und was soll ich sagen: Wieder sind sechs Menschen zum Südfriedhof gekommen. Darunter zwei Nachbarn der Verstorbenen. Und die haben dann die Nikolausgeschichte erzählt. Und die ging so: Die Verstorbene habe ihre Wohnung verloren. Denn das Haus, in dem sie jahrzehntelang gewohnt habe, das sei wegen eines Hotelbaus abgerissen worden. Da habe ihr jetziger Vermieter, der die ganze Maläse mitbekommen hatte und auf der anderen Straßenseite ein Haus hat zu ihr gesagt: „Ich habe gerade eine Wohnung frei. Die teile ich. Dann können Sie da einziehen.“ Die Verstorbene habe nämlich nicht so viel Geld gehabt, deswegen sei die kleine Wohnung ihre Rettung vor der Obdachlosigkeit gewesen.

Ist das nicht wunderbar? Ich sag Ihnen, der heilige Nikolaus, der hätte das nicht besser machen können. Und dann habe ich an eine Aktion denken müssen, die sich ein besonders großartiger Verein ausgedacht hat, nämlich die Landesgemeinschaft der Krippenfreunde in Rheinland und Westfalen. Da geht es nicht darum, seine Wohnung zu teilen, sondern seine Weihnachtskrippe. Hilfe also für die Krippenfans, die besonders schwer von der Jahrhundertflut im Sommer getroffen worden sind. Diese haben mit ihrem Hab und Gut natürlich auch ihre Krippen verloren – die stehen ja meist im Keller. Zahllose Kirchen- und Hauskrippen sind vernichtet oder schwer beschädigt. Und damit die Betroffenen nicht ganz Weihnachten ohne Krippen feiern müssen, bittet der Verein als Zeichen der Solidarität um Spenden:  Krippen, Krippenhäuser, Krippenfiguren aus eigenen Sammlerbeständen für die Flutgeschädigten – jetzt vorm Fest als Geschenk.  Ist das nicht eine großartige Idee?

Ich finde: Das ist sogar eine Superidee. Also: Falls Sie einen Josef, einen Jesus, eine Maria, ein paar Hirten, eine kleine Schafherde, ein paar Sterne oder ein Kamel entbehren können – dann ab mit ihnen nach Ahrweiler, Mayschoss oder Schuld. Und wie geht das konkret? Ganz einfach: Wenn sie „Krippen für Flutopfer“ im Internet suchen, dann kriegen Sie Kontakt zu Ulrich Ostermann und den anderen Krippenfreundinnen und -freunden. Die sammeln alles, übrigens auch Geld, und bringen das dann persönlich an die Ahr.

Denn Jesus kommt ja auch in diesem Jahr auf die Welt. Gerade zu denen, die vor lauter Verzweiflung womöglich nicht mehr daran glauben können. Ein geschenkter Josef, ne Maria oder das Jesuskind können da eine Hilfe sein. Gib nicht auf. Sagen sie. Ich bin da. Schon jetzt, an diesem Montagmorgen.

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