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Kirche in WDR 2 | 20.12.2021 | 05:55 Uhr

Der Weihnachtskeksegutachter

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende leider auch schon wieder rum. Tja. Aber es beginnt ja nicht eine x-beliebige Woche, nein, wenn diese Woche zu Ende ist, dann haben wir Weihnachten. Und ehrlich gesagt: Ich freue mich total drauf, denn vielleicht ist Weihnachten lange nicht mehr so wichtig wie in diesem Jahr. Warum? Ich wills gern erklären. Vor ein paar Tagen, da habe ich im Internet einen Post gelesen. „Ich teste Ihre Weihnachtskekse“, hat da einer auf seiner Seite geteilt, „schicken Sie mir fünf Sorten und ich schicke Ihnen ein Zertifikat.“ Und ich habe sehr lachen müssen, weil ich die Idee sehr lustig gefunden habe. Und ich habe mir vorgestellt, ach, ich wäre so gern ein Weihnachtskeksegutachter. Ich stehe morgens auf, öffne die Schachteln mit den Keksen, die mir die Menschen zur Begutachtung geschickt haben. Ich stecke sie in den Mund, die Kipferl, Spekulatius, Spritzgebäck, Mandelplätzchen und auch das Stollenkonfekt. Und mit noch vollem Mund fülle ich das Zertifikat aus. „Lieber Keksbäcker,“ schreibe ich, „ich habe alles nicht nur gewissenhaft probiert, sondern bis zum letzten Krümmel aufgesessen, sehr gut haben Sie da gearbeitet, alles wunderbar und sehr schmackhaft.“ Stempel und Unterschrift. Und als ich mir das vorgestellt habe, da musste ich noch mehr lachen. Was für eine schöne Schnapsidee hatte dieser Mensch da gehabt. Und ich habe gedacht, lieber Gott, wie schön wäre das, wenn es ihn irgendwo wirklich gibt, nicht nur in meiner Phantasie, nicht nur als Schnapsidee: einen, der jetzt vor Weihnachten die Kekse von Menschen testet. Was für ein Spaß wäre das.

Ja, was für ein Spaß. Und das ist auch der Grund, warum Weihnachten wie ich finde in diesem Jahr besonders wichtig ist. Zwei Jahre Pandemie. Wieder sind viele Menschen unsicher und ängstlich. Die einen, weil sie sich nicht impfen lassen wollen. Die anderen, weil sie nicht angesteckt werden wollen. Jetzt ist der Dezember eh schon ein düsterer Monat. Und jetzt ist da auch noch so viel Müdigkeit, Schwermut, Misstrauen und so wenig Leichtigkeit und Zuversicht. Habe ich wenigstens das Gefühl. Und deswegen kommt Weihnachten gerade recht. Ich stelle mir vor, dass Gott ja mit offenen Augen unterwegs ist. Und da sieht er all die Ängstlichkeit, die Mutlosigkeit, aber auch die Muffeligkeit, die Bräsigkeit, mit der wir Menschen ja auch unterwegs sind. Und sagt sich: „Das wollen wir doch mal sehen!“ Und wird selbst Mensch. Mit allem drum und dran. Alleinerziehende Mutter. Prekäre Geburt mitten zwischen blökenden Schafen, nem Ochsen und nem Esel.  Mit anderen Worten: der hat Angst vor nix. Oder mit noch anderen Worten: der hat Humor. Denn der hätte ja auch sagen können: „Mit dieser Welt, nein, damit will ich nichts zu tun haben. Sollen die doch sehen, wie die klar kommen.“ Mit anderen Worten: er hätte selbst ein Muffelkopp sein können. Ist er aber nicht. Ein Gott, der in ner Futterkiste auf die Welt kommt – dem muss an der Welt was liegen. Der muss einen Narren an den Menschen gefressen haben – Ängstlichkeit hin, Muffeligkeit her. Der muss Spaß haben. Und ein Gott, der Spaß an mir hat, und an Ihnen und bestimmt auch an dem mit der Schnapsidee, nämlich unsere Weihnachtskekse zu begutachten – der gibt mir Anlass zur Hoffnung. Es ist nicht alles verloren. Auch nicht an diesem Montagmorgen..
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