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Kirche in WDR 2 | 03.01.2022 | 05:55 Uhr

Segen mit der Post

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende auch schon wieder rum. Und nicht nur irgendein Wochenende, sondern das erste in einem funkelnagelneuen Jahr. Einem Jahr mit einer Schnapszahl auch noch! 2022! Das kann ja was werden. Und ehrlich gesagt: Ich bin sowas von überzeugt, dass das neue Jahr gut wird. Denn ich habe am letzten Tag des alten Jahres mal an das gedacht, was ich im alten Jahr richtig gut gefunden habe. Das, was ein Segen gewesen ist. Für mich und für andere. Und weil das so ein Segen war, deswegen bin ich ziemlich optimistisch: Auch das neue Jahr, auch das Jahr mit der Schnapszahl wird ein gutes, ein segensreiches Jahr.

Ich hab an die vielen Menschen gedacht, die im letzten Jahr an die Ahr gefahren sind und bei denen einfach angepackt haben, die in der Flut alles verloren haben. Da sind auch Leute aus der Agnespfarrei dabei gewesen, hier aus Köln. Oder meine Neffen Johannes und Justus mit ihren Freunden. Ich hab an Eva gedacht, Frau Fünfzig und das ganze Team unserer Bücherei. Die fast jeden Tag die Tür aufgesperrt haben, Corona hin und her, und den Kindern und Erwachsenen was zu Lesen in die Hand gedrückt haben. Ich hab an Jeanette aus unserer Hundeschule gedacht, die unermüdlich Hundebesitzerinnen und -besitzern erklärt hat, wie sie ihre Hunde erziehen können: Mit Zuwendung nämlich, mit Konsequenz und viel Liebe. Ich hab an Michael Lakermann gedacht, der sich in Köln darum kümmert, dass die Insekten ein Zuhause haben und der zudem noch die Falken zählt, die auf den Bäumen und in den Kirchtürmen dieser Stadt leben. Ich habe an die Politikerinnen und Politiker denken müssen, die sich in den Gemeinderäten und Bezirksvertretungen ehrenamtlich um Bürgersteige, Hundekotbeutelautomaten, Quartierstoiletten oder die Grünpflege kümmern. An Georg Müller, den Lesepaten für ein Kind in einer Grundschule. An die Menschen von Kölsch Hätz, die in ihrer Freizeit einsame Menschen besuchen gehen. An die vielen Namenlosen, die auf ihre Nachbarinnen und Nachbarn achten, obwohl sie das nicht müssten, die hin und wieder nachfragen, für sie kochen und einkaufen gehen. Ich hab an die Mädels aus dem Reitstall gedacht, die drei herrenlose Katerchen aufgenommen haben und seit ein paar Tagen für sie sorgen.

Was für einen Segen bringen sie in die Welt! Sie machen Hoffnung, weil sie an etwas glauben. Nicht ans Schulterzucken oder ans „Geht mich nix an.“ Sondern daran, dass das Licht besser ist als die Düsternis. Viel besser.

Und bestimmt bringen auch Sie Segen in die Welt. Oder Sie kennen andere Menschen, die das tun. Und bewundern die dafür. In diesem Tagen gehen ja wieder die Sternsingerinnen und Sternsinger herum. Sie machen genau das. Sie erzählen von der Hoffnung und davon, dass die Liebe gewinnt. Bestimmt kommen die Sternsinger auch zu Ihnen. Aber vielleicht auch nicht. Dann schreiben Sie mir. Eine Mail oder einen Brief oder eine Karte. Erzählen Sie mir von dem Segen, den Sie oder andere in die Welt bringen. Was Ihnen wirklich Hoffnung macht für das Jahr, das noch so jung ist. Und ich schicke Ihnen den Segen mit der Post. Zum Selberüberdietürhängen oder zum Weiterschenken. Denn das Jahr wird gut. Ich sags Ihnen. Und heute geht’s los, an diesem Montagmorgen.

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