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Kirche in WDR 2 | 17.01.2022 | 05:55 Uhr

Kindererfinder

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende auch schon wieder rum. Tja. Aber heute ist nicht irgendein Montag, heute ist der Tag der Kinder-Erfinder. Denn heute ist der Geburtstag von Benjamin Franklin. Der ist nicht nur der Präsident der Vereinigten Staaten gewesen. Sondern auch Erfinder. Und eine seiner ersten Erfindungen hat er mit zwölf gemacht. Die Schwimmflosse nämlich, die hat er sich ausgedacht. Krass viele Dinge haben Kinder erfunden. Wusste ich gar nicht. Das Trampolin zum Beispiel. George Nissen hat 1930 Artisten im Zirkus beobachtet, wie sie sich in ein Netz fallen gelassen haben. Da hat er sich überlegt, es müsste ein Sportgerät geben, auf dem man viele verrückte Sprünge machen kann. Und dann hat er das erste Trampolin in der Garage seines Vaters gebaut. Tja. Oder Frank Epperson, der war elf, als er zufällig das Eis am Stiel erfunden hat. Er hat sich nämlich ne Limo gemacht. Mit Wasser und Brausepulver. Die hat er mit nem Holzstäbchen umgerührt. Dann hat er aber gedacht: Die ist nicht kalt genug. Und hat sie auf die Terrasse gestellt. Und vergessen. Und am nächsten Tag war der Flutsch-Finger geboren. Was für eine verrückte Geschichte. Oder Chester Greenwood. Der hat die Schule abgebrochen. Und ist im Winter viel Eislaufen gewesen. Da hat es ihn gestört, dass er an den Ohren gefroren hat. Zu Hause hat er sich einen Draht gebogen. Und seine Oma gefragt, ob sie an beide Enden ein Stück Fell aufnähen kann. Klar. Konnte sie. Und der Ohrschützer war erfunden. Und Chester Greenwood, der Junge ohne Schulabschluss, hat mit seinem Patent für den Ohrenwärmer ab 1877 ein Vermögen verdient. Tja. So kanns gehen.

Mich beeindrucken Kinder, die neugierig sind. Die etwas wissen wollen. Die rumforschen, Sachen ausprobieren, sich mit einfachen Antworten nicht zufriedengeben. Denen Erwachsene vielleicht nichts zutrauen. Weil sie vielleicht in der Schule nicht so glänzen. Oder die, die mit ihren Fragen nerven. Die allem auf den Grund gehen wollen. Die wissen wollen, wie die Dinge funktionieren und wie alles zusammenhängt.

Und heute, am Tag der Kinder-Erfinder, da denke ich an eine Geschichte aus der Bibel. Jesus sieht, wie sich Erwachsene darum streiten, wer der Größte ist. Wer also am meisten zu sagen hat. Wer die Backen aufblasen darf. Wer bestimmt und wer den Mund halten muss. Jesus wird sickig, zeigt auf ein Kind und sagt: „Wer sich nicht umdreht wie dieses Kind, der kommt nicht ins Himmelreich.“

Was ja nichts anderes meint als: Gib dich nicht mit dem Erstbesten zufrieden! Sei nicht zu schnell satt! Hör nicht auf zu fragen! Interessiere dich für die Welt, für die Menschen, dafür, wie die Gesellschaft funktionier! Sei neugierig! Zeig Mitgefühl! Hör nicht auf, ein Kind zu sein! Hör nicht auf daran zu glauben, dass du was tun kannst!

Wenn dus machst wie die Kinder – dann geht eine Tür auf, dann findest du ne Lösung, dann geht die Sonne auf – und der Himmel gleich mit. Was für ein schöner Gedanke. Nicht nur an diesem Montagmorgen.

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