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Kirche in WDR 2 | 02.06.2022 | 05:55 Uhr

Woanders is auch Scheiße

Mir geht dieser blöde Aufkleber nicht mehr aus dem Kopf.

„Woanders is auch Scheiße.“

Blöd. Weil, stimmt echt nicht.

Jetzt schon mal gar nicht.

Erstens ist es hier gut – was immer das auch heißt.

Und zweitens ist es woanders manchmal einfach besser.

Tja. Und jetzt.

„Woanders is auch Scheiße“.

Der Ruhrgebietsslanganteil im Spruch ist ja noch ganz witzig, aber das Ganze nervt doch.

Mich jedenfalls.

Man hört ja immer nur mit den eigenen Ohren, also:

Ich höre von „Woanders is auch Scheiße“, folgende Übersetzung:

Da kann man sowieso nichts machen. Mann oder Frau muss gar nicht erst aufstehen, um loszugehen, weil, siehe Spruch.

Schlimmer noch: Man muss sich gar nichts Anderes wünschen: Es ist sowieso hoffnungslos, weil: genau.“

Da bin ich jetzt allerdings ganz anderer Ansicht.

In meiner Welt hilft das Wünschen und Hoffen.


Nee, jetzt nicht die Märchenabteilung. Schon so im richtigen Leben, umgeben von Tatsachen, in einer der wirklichen Wirklichkeiten.

Wünschen hilft. Auf die Richtung kommt es an.


Ich bin ja Mensch. Also, ich weiß nicht alles.

Wenn alles gut läuft, verliere ich in meinem eigenen Leben nicht total die Übersicht und komme irgendwie ganz gut durch den Tag: mal besser und mal schlechter.

Über die Zukunft, also über Morgen, nee, eigentlich über Gleich, habe ich nur Ideen.

Annahmen, Vermutungen.

Aber: Das heißt doch nicht, dass ich weiß, wie es laufen wird.

Also: In der Regel habe ich keine Ahnung von: „Woanders“.


Mit Sicherheit jedenfalls keine vollständige.

Mit anderen Worten:

Klar: Shit happens.

Nur: Wunder auch.

Und ich glaube, es hat damit etwas zu tun, ob ich das für möglich halten kann.

Natürlich nicht im Sinne von wenn, dann.

Mehr von: Ich sehe was, was Du nicht siehst.

Und das könnte besser, gut, erträglicher, oder einfach anders sein, als all das, was ich mir hab vorstellen können.

Sicher: Wenn das Licht ausgeht, ist es aus und dunkel, ganz und gar.

Wenn die Gewalt rast, das Unrecht schreit und kein Trost ist, nirgends; bleibt der stille Schrei – und selbst das Wünschen stirbt.

Golgatha hat ungezählte Namen. Der Hinrichtungsort Jesu.

Und es bleibt nicht dabei.

Das Wunder wird wirklich.

Jesus steht auf.

Es wird Tag.

Von wegen: woanders…

Hier.

Heute.




Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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