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Kirche in WDR 2 | 24.06.2022 | 05:55 Uhr

Johannes der Täufer

Drei Personen gibt es, deren Geburtstag ein Fest in der Katholischen Kirche ist. Gewöhnlich ist der Todestag der Heiligen ein Gedenktag. Aber dann gibt es diese drei: Maria, die Mutter von Jesus. Deren Geburtstag wird am 8. September gefeiert. Und dann natürlich Jesus selbst: bekanntlich hat der an Weihnachten Geburtstag, also am 24.12. Und dann ist da noch Johannes, der Jesus im Jordanfluss tauft. Dessen Geburtstag feiert die Kirche heute.

Warum gerade heute, also genau sechs Monate vor dem Heiligen Abend? Schauen wir genau drei Monate zurück. Am 25. März ist das Fest der Verkündigung des Herrn, früher Mariä Verkündigung genannt. Der Engel Gabriel kommt zu Maria und teilt ihr mit, dass sie den Sohn Gottes gebären soll. Sie soll ihm den Namen Jesus geben, übersetzt: Gott heilt. Maria gibt ihr Okay. Später, als auch ihm ein Engel erscheint, sagt auch Josef Ja und schickt seine Verlobte nicht weg. Nach dama­ligem Recht hätte er sie als Ehebrecherin auch steinigen lassen können. Tut er nicht, sondern akzeptiert seine neue Rolle.

Der 25. März liegt genau 9 Monate vor Weihnachten. Das Jesuskind ist also keine Frühgeburt. Es wächst langsam aber sicher im Bauch der Muttergottes heran.

Aber welche Rolle spielt nun der kleine Johannes, der heute das Licht der Welt erblickt? Für die Geschichte, dass er später einmal Jesus taufen wird, ist es egal, ob er jünger oder älter ist als Jesus. Für eine andere Geschichte ist es entscheidend, dass er etwas älter als Jesus ist, wie das Fest heute ausdrückt, genau ein halbes Jahr.

Als Maria, die Mutter Jesu, erkannt hat, dass sie schwanger ist, bricht sie auf zu ihrer Tante Elisabeth, die im Bergland von Judäa lebt. Offensichtlich möchte sie nun eine erfahrene Frau an ihrer Seite haben. Früher war eine Geburt ja auch ein Ereignis auf Leben und Tod. Und bis zum fünften Lebensjahr starb die Hälfte der Kinder.

Elisabeth hat noch im hohen Alter schwanger werden können, obwohl sie als unfruchtbar galt. Jetzt ist das Kind in ihrem Bauch sechs Mo­nate alt, als sich die Frauen an der Haustür treffen. Es heißt im Evangelium des Lukas: (Zitat) „Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimmen: In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind VOR FREUDE in meinem Leib". Mit 6 Mona­ten bekommt der kleine Johannes also mit, was in der Welt abgeht, wenn Jesus zur Welt kommen will.

Maria bleibt drei Monate bei Elisabeth. Was Josef in dieser Zeit macht, berichtet die Bibel nicht. Er kommt erst ins Bild, als er mit Maria wegen der Volkszählung von Nazareth nach Bethlehem ziehen muss. Das ist dann in sechs Monaten, an Weihnachten. Aber heute ist halt Johannistag. Und
vielleicht
ist Ihnen heute nicht zum Hüpfen zu Mute. In jedem Fall springen Sie auch heute mit über den Schatten. Denn um Johannis ist auch Sommersonnenwende

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ab jetzt wird’s dunkler, Weihnachten kann kommen.
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