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Kirche in WDR 2 | 14.07.2022 | 05:55 Uhr

Von oben

Ein bunter Punkt.

Von oben betrachtet.

Meine kleine Geburtstagsfeier.

Ein bunter Punkt, umgeben von anderen Farben.

Dächern, Gras, Baumwipfeln, Strassen, sehr, sehr kleinen Punkten, mache bunt, wahrscheinlich Menschen.

Ganz gewöhnlich, spektakuläre Normalität.

Ja, klar. In meiner Welt natürlich. Woanders ist es anders.


Ein Freund hat seine Drohne mitgebracht und aus hoher Höhe Bilder, Fotos gemacht.

Kein Ding, könnte ich jetzt lax sagen.

Ganz nett. Aber: Was ist jetzt die Botschaft?


Na ja. Es ist so:

Die schlichte und nur scheinbar banale Erfahrung, das mit Abstand und von oben betrachtet alles, wirklich alles, anders wird

Weil bezogener. Im Zusammenhang zu etwas Anderem. Das Haus zu den Nachbarhäusern, der Garten zum Wald, meine Gäste zu den Menschen auf der Straße.

Alles relativ, alles bezogen, in einem Verhältnis zueinander.

Und?

Ich jedenfalls nehme mich meistens zu wichtig.

Ich jedenfalls denke relativ oft an mich.

Ich jedenfalls, drehe mich oft um mich, oder um meine Idee, meine Vorstellung davon, wie mein Leben jetzt gerade laufen sollte.

Ich weiß.

Das ist ja nun nicht per se schlecht.

Schlecht, doof und sogar schädlich wird´s erst, wenn ich den Blick für das Ganze vergesse.

Den Blick von oben sozusagen.

Das da noch eine Welt ist, größer als meine, und ich in ihr.

Das da noch Menschen sind, andere, als die Vertrauten, und ich mit ihnen – auf dieser Welt.

Das da noch eine Wirklichkeit ist, verschieden von meinem Erleben, und ich eine Wirklichkeit neben anderen bin.

Das heißt jetzt nicht: also egal, weil alles relativ.

Das heißt: Verschiedenheit verpflichtet zum Miteinander.


Konkret: zum Ertragen, zum Unterschiede aushalten, zum Aushandeln, was für Alle gut ist.


Der Gott-Mensch, an den ich glaube, hat jedenfalls als Mensch unter Menschen gelebt, wurde an ein Kreuz genagelt, ist langsam gestorben

und am dritten Tag wieder auferstanden von den Toten.


Seine Freiheit mutet mir Beides zu: allein und zugleich bezogen zu sein.


Beides zugleich.


Das ist die Freiheit, die Gott uns zumutet;

besser: uns zutraut.



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


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