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Kirche in WDR 2 | 25.11.2022 | 05:55 Uhr

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Fußball WM in Katar

Seit Anfang der Woche läuft die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Nun möchte ich mich nicht zu den Chancen der Deutschen Mannschaft äußern, dafür habe ich auch zu wenig Ahnung davon. Und über die Toten bei Bau der Fußballstadien möchte ich zwar nicht schweigen, aber sprechen möchte ich über etwas anderes.

Meine Frage ist: warum ist der Fußball, vielleicht noch neben dem Tatort, das letzte "Lagerfeuer" der Gesellschaft, also ein Thema, das sehr viele Menschen bewegt, von dem alle Medien voll sind.

Im Fußball kommen die Körper der Spielerinnen oder Spieler in eigenartiger Form zum Einsatz. Direkte Berührungen sind verboten uns können schnell als Foul geahndet werden: Gelbe oder gar rote Karte, vielleicht gar Elfmeter!

Es gibt wohl kaum eine Religion, die das Körperliche so betont wie die christliche. So glauben wir an die Auferstehung des Leibes nach dem Tod. Das meint nicht nur den irdischen Körper, sondern den ganzen Menschen mit Leib und Seele.

Übermorgen ist der erste Adventssonntag. Wir bereiten uns auf Weihnachten vor. In der Krippe liegt der Gottessohn als Baby, geboren wie wir alle von seiner Mutter Maria. Körperlicher geht es nicht.

Neben der Körperlichkeit ist es das Spiel, das Kirche und Fußball verbindet. Romano Guardini bezeichnet den Gottesdienst als "Heiliges Spiel". Der spielende Mensch, "homo ludens" genannt, verarbeitet im Spiel sein Leben, in der Liturgie der Kirche wie im Fußball. Für viele Menschen ist heutzutage der Fußball die entscheidende Liturgie, in der sie ihren Alltag hinter sich lassen können und sich zweckfrei bewegen. Die Menschen sind zusammen und lassen sich begeistern. Auch wenn ich kein eingefleischter Fußball-fan bin, lasse ich mich begeistern, wenn scheinbar chancenlose Teams, etwa aus Afrika, ein Spiel gewinnen. Auch die enorme Entwicklung des Frauenfußballs finde ich spannend.

Übermorgen ist der erste Adventssonntag. Im Advent gibt es im Müngersdorfer Stadion in Köln - wie in anderen Städten auch - das große Weihnachtssingen mit zehntausenden Menschen. Die Gesänge der Fans in den Stadien sind ein wichtiges Element der Liturgie, dem Gesang in den Kirchen ähnlich.

Hierzu eine kleine persönliche Geschichte. Als Kind habe ich mich bei einem Weihnachtslied immer gewundert, wenn es heißt: "derhalben jauchzt, mit Freuden singt". Ich habe nicht verstanden, das "derhalben" ja "deshalb" meint. Ich dachte: Jetzt kommt schon Weihnachten, und da ich mich nur "halb" freuen ?! Freuen wir uns also, auf spannende Spiele in Katar und auf Weihnachten!

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