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Kirche in WDR 2 | 23.03.2023 | 05:55 Uhr

Babyboomer

Auf meinem Handy ploppt eine Nachricht auf. Ich bekomme ein Bild, zu sehen. Auf einem Schlitten - klassisch hölzerner Machart - sitzt ein Mann mittleren Alters. Ein ca. dreijähriges Kind, offenbar der Enkel, zieht den Schlitten oder versucht es zumindest. Von hinten schiebt ein jüngerer Mann den Schlitten an; wahrscheinlich der Vater.

Unter dem Bild steht: „Fauler Boomer!“

Soll lustig sein, finde ich aber gar nicht lustig.

Boomer ist inzwischen zu einem Schimpfwort geworden. Auch ich bin ein Baby Boomer – weil 1967 geboren. Anfangs hat mich die Bezeichnung Boomer nicht gestört. Denn natürlich ist es richtig, dass wir viele sind.

Irgendwann ist daraus aber so etwas wie ein „Kampfbegriff“ geworden. Dabei steht er nicht so sehr für faul, sondern eher für „privilegiert und veränderungsunwillig“.


Neulich hat mich ein Mitzwanziger versucht, zu trösten:

Jeder könne doch selbst entscheiden, ob er Boomer sein wolle oder nicht: Wer Veränderungen anstrebt, zulässt, unterstützt ist eben kein Boomer. Ok, danke, lieb gemeint, denke ich, zeigt aber, dass ich mit der Bewertung „Kampfbegriff“ nicht ganz so verkehrt liege.


Ich finde: Mit gegenseitigen Vorhaltungen: „Eure Generation hat´s verkackt“ oder „Lernt ihr lieber mal innovative Berufe, statt euch auf der Straße festzukleben“, ist es nicht getan.


Es braucht den Zugang zu aktuellem Wissen ebenso, wie ein umfassendes Erfahrungswissen, um in lösungsorientiertes Handeln zu kommen.

Auf Innovation spezialisierte Unternehmen haben das schon länger erkannt. Sie bilden ihre Teams aus Jungen und Alten – bringen neues Wissen und Erfahrungswissen zusammen.

Natürlich arbeiten auch diese Teams nicht fehlerfrei. Schließlich sind wir Menschen. Daran zu erinnern klingt, vielleicht banal, setzt aber das eigene Leben in ein anderes Licht. In der Bibel heißt es:


„Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Feld. Und wenn der Wind darüber geht, so ist sie nicht mehr da“(Psalm 103,15). Und weiter: „Die Gnade Gottes bleibt aber in Ewigkeit.“


Die Erinnerung an die Begrenztheit menschlicher Einsicht und die Endlichkeit menschlichen Lebens ist hilfreich: Für Baby Boomer und Nicht Boomer. Wir sind alles aufeinander angewiesen und haben alle den Auftrag und uns um die Welt zu kümmern und sie nicht zu zerstören. Für einige ist dieser Auftrag christlich motiviert – für andere nicht. Aber wir alle sollten einander respektvoll behandeln, damit wir nicht endgültig abkacken. Dann könnten die Nicht-Boomer sich nämlich nicht mal mehr auf der Straße festkleben.


Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


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