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Kirche in WDR 2 | 03.04.2023 | 05:55 Uhr

Halyna – geflüchtet aus der Ukraine

Autorin: Halyna Oksana Schupak – 23 Jahre alt – Tänzerin - aus der Ukraine geflüchtet. Seit einem Jahr in Deutschland – auf Einladung des Tanztheaters Pina Bausch. Sie kommt aus Leviv – Lemberg wie wir sagen – hat dort zuletzt als Kellnerin und Masseurin gearbeitet.


O-Ton 1: Actually here in Germany when we start to work with dancers from theatre I just found out what dance is for me. I just start to dance here in this city in Wuppertal in this place. For me it`s like language that I can talk by dancing and to free myself by dance and to experience something deeper. Because dancing is for me also like praying.


Hier in Deutschland, als wir angefangen haben mit den Tänzern vom Tanztheater zu tanzen, habe ich erst verstanden, was mir Tanz wirklich bedeutet. Eigentlich habe ich erst hier in Wuppertal angefangen zu tanzen. Tanz ist für mich wie eine Sprache. Wenn ich tanze, spreche ich und befreie mich von mir selbst, erlebe etwas, was sehr tief in mir ist. Es ist für mich wie Beten.


Autorin: Halyna ist eine sehr tiefgläubige Frau. Die Frage, nach dem warum - warum hat Gott den Krieg zugelassen – theologisch gesprochen die Theodizeefrage - stellt sich Halyna nicht. Im Gegenteil, sie erzählt, wie und wo sie Gott in Wuppertal begegnet ist.


O-Ton 2: I felt that I am in a box a little bit. I did not see all the beauty around me. But then in one moment Ok, I am here. I just looked around and noticed that I have many, many, many things around me. Beautiful people, and many chances that they proposed me that they helped me so much. And I experienced through this people God talked to me and God helps me through these people.


Ich war zunächst wie in einer Box. Ich konnte die ganze Schönheit um mich herum gar nicht sehen. Aber dann habe ich mir gesagt: Ok du bist jetzt hier. Und habe mich umgeguckt und gemerkt, dass da sehr, sehr, sehr viele Dinge sind. Wunderschöne Menschen mit vielen Ideen und Vorschlägen, was ich machen kann. Sie alle haben mir so geholfen. Und ich habe durch sie, durch diese Menschen erfahren, dass Gott mit mir redet und Gott mir durch diese Menschen hilft.


Autorin: Es klingt paradox – aber Halyna sagt – durch den Krieg habe sich ihre Beziehung zu Gott intensiviert. Und sie erzählt mir, was sie erlebt hat. Das Resümee klingt, wie eine Predigt. Und man nimmt sie ihr ab, weil sie aus dem Krieg kommt.


O-Ton 3: In this difficult situation you need to open your eyes and see in an other direction. After dark night always comes sunset. And I think in any situation that is very difficult you can see this small light the light which we call God.


In dieser schwierigen Situation musst du die Augen öffnen und in eine andere Richtung blicken. Nach der dunklen Nacht kommt immer die Morgendämmerung. Ich denke, in jeder Situation, egal wie schwierig sie ist, kannst Du dieses kleine Licht sehen – das Licht, das wir Gott nennen.


Autorin: Halyna spricht auch viel über die Liebe. Sie will ihre Liebe nicht für sich behalten.

Sie will sie teilen. Mit dem Publikum, wenn sie tanzt. Egal wo. Ob auf der Bühne eines Theaters oder in einer Kirche unter dem Kreuz.


O-Ton 4: I think that the main thing which is important in life is love. It´s the basic. And when you are honest with them they can feel it.


Ich denke, dass Wichtigste im Leben ist die Liebe. Sie ist die Basis. Und wenn du ehrlich bist mit dem Publikum, dann können sie diese Liebe auch fühlen.


Autorin: Halyna und die anderen Tänzerinnen haben ein Stück gemacht – zusammen mit dem Tänzer und Choreographen Reiner Behr. Es heißt Vona – übersetzt Ukraine und ist sehr kraftvoll. Sie sagen: Wir sind keine Opfer. Wir sind stark. Halynas größter Wunsch ist nun, das Stück in der Ukraine aufzuführen.


O-Ton 5: I feel that our piece has a lot of light and I would like to bring this light to Ukraine. Even I know that our people … still have this strength and they still believe and have a lot of hope.


Ich fühle, dass unser Stück viel Licht hat und ich würde gerne dieses Licht in die Ukraine bringen. Auch wenn ich weiß, dass unsere Leute bereits einen sehr starken Glauben haben und sehr viel Hoffnung.



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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