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Kirche in WDR 2 | 24.04.2023 | 05:55 Uhr

Gott ist kein Bedenkenträger

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist, ist das Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Tja. Wirklich leider, denn gestern haben wir in der Agneskirche die Erstkommunion gefeiert. Und was soll ich sagen: es war wunderbar. Und im Gottesdienst haben wir eine Geschichte aus der Bibel gehört, die zu meinen Lieblingsgeschichten gehört.

Und die geht so: Jeden Tag Trubel, Hektik, viele Menschen. Und Jesus im Mittelpunkt. Endlich möchte er mal allein sein. Er steigt in ein Boot und fährt in eine einsame Gegend. Einsam? Von wegen. Die Menschen kriegen das spitz und gehen ihm hinterher, einmal um den See rum. Jesus sieht sie am Ufer stehen. Neugierig und voller Erwartung. Man kann Jesus förmlich seufzen hören. Er steigt aus dem Boot und kümmert sich um sie, vor allem um die Kranken.

Dann wird es Abend. Die Freundinnen und Freunde von Jesus werden unruhig. Vielleicht knurrt ihnen selber der Magen. Jedenfalls gehen sie zu Jesus und sagen: Jetzt mach mal Feierabend. Wir bekommen nämlich ein Problem. Die Leute kriegen Hunger. Schick sie weg. In den Dörfern können sie sich was zu Essen kaufen. Aber Jesus ist nicht einverstanden. „Nein, gebt ihr ihnen zu essen.“ Unruhiges Murmeln. „Wie stellst du dir das vor? Wir haben gerade mal fünf mickrige Brote und zwei Fische. Reicht vielleicht gerade für uns.“ Und jetzt geschieht etwas Verblüffendes. Jesus bleibt cool. Er winkt, sie bringen ihm die spärlichen Speisen. Jesus segnet sie, teilt die Brote und die Fische, gibt sie an seine Freundinnen und Freunde weiter. Und die verteilen sie an die hungernden Menschen. Und dann folgt ein unglaublicher Satz, der mich beim Hören und Lesen immer wieder beeindruckt: „Und alle aßen und wurden satt.“ Wahnsinn. „Alle“ bedeutet übrigens: Über 5000 Menschen. Und nicht nur das: es bleiben sogar noch zwölf Körbe übrig. Was für eine Geschichte.

Wie ist das möglich? Gab es vielleicht doch einen Geheimvorrat? Haben sich die Freundinnen und Freunde verzählt? Gab es um die Ecke doch eine Bäckerei? Keine Ahnung. Die Geschichte sagt dazu genau gar nichts. Es scheint ihr egal zu sein, nicht der Rede wert. Wie es möglich ist, scheint unwichtig. Dass es möglich ist, scheint die entscheidende Botschaft dieser Geschichte zu sein.

In der Vorbereitung auf die Erstkommunion haben die Kinder von St. Agnes jede Woche, wenn sie sich in den Gruppen getroffen haben am Ende der Treffen immer das gleiche gemacht. Ein Kind hat ein Brot mitgebracht. Und dann haben sie es so lange geteilt, bis alle Kinder ein Stück vom Brot abbekommen haben. Wieder und wieder, jede Woche. Nie ist ein Kind leer ausgegangen. Meistens ist sogar noch etwas übriggeblieben.

Wo die Bibel von Gott erzählt ist er niemals ein knarziger Bedenkenträger. Im Gegenteil. Unbesorgt und kreativ ist er. Weitherzig und freigebig. Er sagt: Hab keine Angst davor, Freude und Glück und Liebe und Lebendigkeit zu verschenken! Vor allem: Grüble nicht zu viel darüber nach, ob es funktioniert. Sondern tu es einfach. Du wirst sehen: Es ist doch das größte Glück, nicht nur selbst satt zu sein. Nicht nur an einem Montagmorgen.

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