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Kirche in WDR 2 | 12.06.2023 | 05:55 Uhr

Zeit

Jetzt ist die Zeit. Hoffen. Machen. So das Motto des Evangelischen Kirchentags, der gestern zu Ende gegangen ist. Jetzt ist die Zeit – was assoziieren Sie mit Zeit? Unser Empfinden von Zeit ist ja sehr unterschiedlich. Wenn ich an Zeit denke, bin ich meistens wie der Hase aus Alice im Wunderland. Oft hetze ich von Termin zu Termin, die Uhr immer im Blick. Manchmal gibt es aber auch Veranstaltungen, da will die Zeit so gar nicht umgehen. Jeder Blick zur Uhr wird dann für mich zur Qual. Was? Erst fünf Minuten rum? Und das soll jetzt hier noch drei Stunden so weitergehen?

Zeit teilen wir ein – unterteilen sie in Zeitabschnitte. Es gibt eine Zeit vor oder nach der Arbeit. Eine Zeit bevor oder nachdem die Kinder im Bett sind. Eine Zeit, in der ich noch pünktlich komme oder eine Zeit, wo es schon zu spät ist, um abzusagen.

Alles hat seine Zeit. Jede Handlung, die wir machen, die Zeit, die wir uns nehmen, alles hat seine Zeit und braucht seine Zeit.

Wie wenig Zeit wir als Menschen hier auf der Erde haben, merken wir besonders, wenn der Tod in unser Leben tritt. „Es wäre doch schön gewesen, wenn sie noch etwas mehr Zeit gehabt hätte“ oder „Die Zeit mit ihm war viel zu kurz“.

Wenn ich bei Trauergesprächen bin, denke ich oft über die Zeit nach und komme zu dem Schluss: Wir haben sie nicht in der Hand. Unsere Zeit hier auf der Erde. Wir können unsere Zeit gestalten und manchmal ist auch diese Zeit nur sehr kurz.

Wenn ich an Gottes Zeit denke, dann ist das eine ganz andere Zeitrechnung.

Klar, es gibt die Zeit vor und nach Christus, aber Gottes Uhr tickt anders als unsere.

Oder vielleicht tickt sie gar nicht, weil es in der Ewigkeit keine Zeit braucht.

Verrückt eigentlich, weil ich mir das gar nicht vorstellen kann, so ganz ohne Zeit zu leben.

Was macht man denn da die ganze Zeit?

Vielleicht merke ich es aber auch gar nicht mehr, dass es keine Zeit in der Ewigkeit gibt. Damit fällt das Warten auch weg. Wenn jemand gestorben ist, gilt unsere Zeitrechnung für die Person nicht mehr. Der Verstorbene ist dann ganz in der Zeit Gottes, in seiner Ewigkeit. Und wenn wir uns dann eines Tages wiedersehen, dann sind für mich vielleicht 50 oder mehr Jahre vergangen, aber für die Verstorbene ist es eher nur ein kleiner Moment, ein Wimpernschlag, den wir getrennt gewesen sind, und das finde ich irgendwie schön und tröstlich.


Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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