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Kirche in WDR 2 | 27.06.2023 | 05:55 Uhr

Siebenschläfer

Heute ist Siebenschläfer Tag. Nach einer Bauernregel bestimmt das Wetter um den 27. Juni herum oft den Verlauf des Sommers: Wenn es an diesem Tag regnet oder bewölkt ist, soll es in den nächsten sieben Wochen ebenfalls regnerisch oder bewölkt bleiben. Wenn es hingegen sonnig und warm ist, soll es auch in den nächsten sieben Wochen sonnig und warm bleiben.

Wie so oft bei Bauernregeln gibt es verschiedene Theorien, wie sie entstanden sind. Lange Zeit dachte ich, es muss etwas mit dem gleichnamigen Tier zu tun haben. Der Siebenschläfer schläft 183 Tage und unterbricht seinen Schlaf alle sieben Tage, um etwas zu fressen.

Tatsächlich nimmt die Bezeichnung des heutigen Tages Bezug auf eine Heiligen Legende, die schon im 5. Jahrhundert aufgeschrieben worden ist. Es handelt sich um die Geschichte von den sieben Schläfern von Ephesus, die im Jahr 251 nach Christus spielt. Die Kurzfassung geht so:

Sieben junge Männer erzählen in ihrer Heimatstadt von ihrem christlichen Glauben. Sie werden daraufhin verfolgt und verstecken sich in einer Höhle in den Bergen. Als ihr Versteck entdeckt wird, beschließen die Verfolger sie einzumauern. 195 Jahre später, am 27. Juni 446 wird die Höhle zufällig geöffnet, und die Männer erwachen unversehrt. Sie sind davon überzeugt, nur eine einzige Nacht geschlafen zu haben. Als einer von ihnen in die Stadt geht und mit einer 200 Jahre alten Münze Brot zu bezahlen, wird er aufgegriffen und dem Bischof vorgeführt. Nicht nur er, sondern auch der amtierende Kaiser finden darin einen Beweis für die Auferstehung der Toten. Kurz darauf sterben die sieben Männer. Ihre Heimatstadt ist aber inzwischen voller christlicher Bewohner:innen ist. Sie werden zu Märtyrern erklärt und ihre Geschichte verbreitet sich im ganzen Land.

Interessanter Weise findet sich die Legende auch in ähnlicher Weise im Koran. Deshalb wird eine im letzten Jahrhundert entdeckte Höhlengrabstätte im heutigen Selcuk (in der Türkei) von christlichen und muslimischen Pilgern gleichermaßen besucht. Ist doch eigentlich ein schönes Zeichen für die Überwindung eines allgegenwärtigen „Entweder-Oder“, oder?


Meteorologisch gesehen liegt die Trefferquote für das Wettergeschehen in sieben Wochen übrigens bei etwas über 50%. Für die Urlaubsplanung ist es dann doch ratsam, noch mal einen Blick in die Wetter-App zu werfen.


Zur Glaubensvergewisserung erreichen Sie das nächste Gotteshaus meist fußläufig, egal ob regnerisch oder bewölkt. Und Sie verlassen es hoffentlich mit einem sonnigen Gefühl.



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


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