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Kirche in WDR 2 | 08.07.2023 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

„Dass ist unser Fluss, oder? - Ja und unsere Straßen, unsere Brücken, unsere Häuser, unsere Palmen. Was würdest du sagen, wenn wir in einem Ort ohne Scharfschützen sein könnten? - Wir sollen Bagdad verlassen? Aber du hast doch gesagt, dass das hier unser Fluss ist.“


Die Autorin Sara sitzt mit ihrer kleinen Tochter Rima am Tigris und blick auf die irakische Hauptstadt. Es ist der Winter des Jahres 2006, seit drei Jahren sind US-Soldaten im Land. Das bedeutet Besatzung, Ausgangssperren und Gewalt.


[Explosion]


In diesem Klima porträtiert der Film „Unser Fluss ... Unser Himmel“ der irakischen Regisseurin Maysoon Pachachi eine Nachbarschaft in Bagdad. Seit dieser Woche ist der Film im Kino zu sehen. Er zeigt einen eigentlich unmöglichen Alltag, den die Menschen dennoch versuchen, möglich zu machen. Und das in einem Umfeld voller Herausforderungen und Spaltungen, die die irakische Gesellschaft bewegen, nicht zuletzt auch in Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.


„Warum trägst du kein Kopftuch? Du bist eine Schande! - Hey! Wo wollen Sie hin, kommen Sie zurück! Sie sind eine Schande!“


Damit verbunden auch immer: Die Frage nach Gott.


„Schon mein ganzes Leben lang sagt man mir: Hab Geduld, Gott wird uns schützen. Doch was hat uns diese Geduld bitte gebracht? Wir sind Unmenschen: Wir, die Amerikaner und die ganze Welt.“


Was tut man in dieser Situation? Diese Frage treibt die Menschen des Viertels immer wieder um. Mal ausgesprochen, mal ganz unterschwellig. Sollen sie fliehen? Das Thema Flucht ist oft der Elefant im Raum. Was auch sonst bei einem Leben, das eigentlich gar nicht funktionieren kann? Doch daneben ist immer wieder dieses andere, dieses starke Gefühl, das viele andere oft besiegt: Das der Heimat.


„Dieses Land ist wie ein kranker geliebter Mensch: Man lässt ihn nicht im Stich. Das ist unser Land, unser Himmel. Was wir hier tun hat eine Bedeutung. Wie lange ist es schon her, dass wir uns zu Hause einschließen? Wir führen ein Leben, als würden wir in einer Nussschale leben.“


Diese Sätze umreißen, wie schwer so eine Entscheidung fallen kann: Gehen oder bleiben. Einerseits ist da der Ort, wo man Zuhause ist. Andererseits gibt es dort keine Perspektiven. Das gilt für die Menschen im Irak, aber auch in Syrien, dem Iran, dem Jemen, der Ukraine und vielen weiteren Orten. Gerade in der europäischen Debatte über Migration zeigt sich oft mangelndes Verständnis für diese Zerrissenheit und mangelndes Wissen über die Situation, in der Menschen leben oder aus der sie kommen. Beides ist aber notwendig, um ihnen gerecht zu werden. Sonst erschöpft sich die Diskussion in Klischees und Vorurteilen. Dabei geht es immer um individuelle Biografien – für die wir uns interessieren sollten. Denn dass wir in Europa sicher leben dürfen, ist eher Ausnahme als Regel. Und eine Aufgabe für uns.

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