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Kirche in WDR 2 | 31.08.2023 | 05:55 Uhr

Auf Reisen…

Ich stehe mal wieder am Bahnhof. Die Reise ist geplant. Ich bin vorbereitet. Ich weiß, wann ich auf welchem Gleis zu stehen habe. Ich weiß, wann ich an welchem Bahnhof ankomme. Wo ich umsteigen muss. In welchem Wagon sich mein Sitzplatz befindet. Wo dieser Wagon am Bahnsteig anhält. Ich habe alles geplant und bin bestens vorbereitet. Und dann kommt die scheppernde Durchsage: 10 Minuten Verspätung. Wenig später eine zweite Durchsage: Einfahrt auf einem anderen Gleis. Noch später dann, als ich endlich im Zug sitze und unterwegs bin, wird mir mitgeteilt, dass es zu einer weiteren Verzögerung kommt, dass ich den Anschlusszug nicht erreichen werde. Irgendein Oberleitungsschaden… Was soll ich sagen? Nach und nach löst sich mein ganzer schöner perfekter Reise-Plan in Luft auf…

Nervig, nicht wahr? Aber keine Sorge: Jetzt kommt kein Bahn-Bashing. Denn wenn ich mal ehrlich bin: Eigentlich ist das alles gar nicht wirklich schlimm. Weil ich eigentlich damit rechne, dass da das eine oder andere meine Pläne durchkreuzt. Ist schließlich ein komplexes System – und da passieren eben unvorhergesehene Dinge. Klar: In der Situation ärgere ich mich. Auch über die Bahn. Ich bin da gefrustet. Aber trotzdem stehe ich kurze Zeit später schon wieder an einem Bahnhof und habe neue Reisepläne…

Und jetzt die spannende Frage: Warum bin ich beim Bahnfahren am langen Ende so geduldig – und mit Blick auf den lieben Gott eben nicht? Warum messe ich bei Gott mit ganz anderen Maßstäben: Werde grantig, unzufrieden, verärgert, verbittert, wenn meine Pläne nicht aufgehen? Die Dinge sich nicht so entwickeln, wie gedacht? Wenn ich umorganisieren muss?

Warum nehme ich die Verzögerungen und Hindernisse auf der Reise meines Lebens nicht mit der gleichen Gelassenheit wie beim Bahnfahren? Zumal mir eigentlich klar sein sollte: Hinter dem System „Bahn“ stehen Menschen. Die machen nun mal Fehler – und trotzdem komme ich irgendwie ans Ziel. Warum sollte das im System „Leben“ anders sein und ich da nicht ankommen? Erst recht, wenn der Organisator hinter diesem System der liebe Gott ist? Bei dem darf ich mir schließlich ziemlich sicher sein, dass der mich ins Ziel bringt. Gut ins Ziel bringt – und in ein gutes Ziel bringt. Vielleicht sollte ich mich auf der Reise meines Lebens deshalb häufiger mal an die Reisen in meinem Leben erinnern und mir auch in meiner Beziehung zum lieben Gott etwas mehr Gelassenheit angewöhnen.



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