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Kirche in WDR 2 | 05.09.2023 | 05:55 Uhr

Wahre Kosten

Seitdem die Inflation die Preise an den Supermarktkassen in die Höhe getrieben hat, macht Einkaufen keinen Spaß mehr. Alles ist teurer geworden, immer mehr Menschen müssen genau ausrechnen, was sie sich noch leisten können oder wollen.

Und nun macht ein großer Discounter auch noch ein gewagtes Marketing Experiment: Für einzelne Produkte werden die Preise aufgerufen, die bei Berücksichtigung aller durch die Produktion verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden eigentlich berechnet werden müssten. „Die wahren Preise“.

Die Supermarktkette hat bei neun Produkten die Kosten für Klima, Bodenverschmutzung, Gesundheitswesen und Wasserverbrauch in den Endpreis mit eingerechnet - unter wissenschaftlicher Begleitung zweier Universitäten (TH Nürnberg und Uni Greifswald) hat

Wiener Würstchen kosten so plötzlich 6,01 Euro statt 3,19 Euro. Der Preis für Mozzarella erhöht sich von 89 Cent auf 1,55 Euro – und für Fruchtjoghurt muss 1,56 Euro statt 1,19 Euro bezahlt werden.

Natürlich fallen die nun ausgewiesenen Aufschläge auch ohne Preiserhöhungen an – Lebensmittelproduktion ist nun mal Klimaschädlich. Aber in der Regel werden die dadurch entstehenden Kosten von der Allgemeinheit getragen und über Steuern und Abgaben finanziert.

Für die einen ist die Aktion ein schale Marketingmasche, um den Firmennamen in die Presse zu bringen. Aber egal aus welchen Motiven die Aktion aufgelegt worden ist:

Im Kern ist es richtig. Der Preis an der Supermarktkasse vertuscht die mit einem Produkt verbundenen Folgeschäden. Was würden Zigaretten wohl kosten, wenn die Kosten für die vielen Krebstherapien infolge des Rauchens aufgeschlagen werden?

Die Debatte über den menschlichen Einfluss auf unseren Planeten hat endlich an Fahrt aufgenommen. Weil die negativen Folgen menschlichen Handelns nicht mehr zu übersehen sind. Klimakrise, Verteilungskämpfe, Flüchtende. Wir müssen unseren Handel und unser Handeln ändern.

Gott hat dem Menschen die Erde zum Bebauen und Bewahren anvertraut, heißt es in der Schöpfungserzählung der Bibel. Von Ausbeuten steht da nichts geschrieben.

Eigentlich ist es eine gute Idee, die wahren Kosten in die jeweiligen Produkte einzupreisen.
In den Atomstrom die Kosten für die ewige Endlagerung des Atommülls und in Benzin die Kosten für weltweit steigende Meeresspiegel und stärker werdende Stürme.

Vielleicht besinnen wir uns dann auf das Bebauen und Bewahren, weil das Ausbeuten und Zerstören einfach zu teuer ist.



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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