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Kirche in WDR 2 | 07.09.2023 | 05:55 Uhr

SuppenKirche

Mein Freund Valentin lebt in der Schweiz und ist schon vor Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten. Und trotzdem sind seine Kinder getauft. Wie kann das sein, werden Sie sich fragen. Er hat den Pfarrer bearbeitet. Sein Argument: Er will, dass die Kinder dazu gehören zu dieser Gemeinschaft, dass sie deren Werte kennenlernen. Denn : Frieden zu stiften und barmherzig zu sein, also ein Herz für Arme zu haben, das findet Valentin schon gut.


Das hat seinen Gemeindepfarrer in Zürich überzeugt. In der Schweiz ist das möglich, obwohl die Eltern nicht evangelisch sind. Er hat die Beiden getauft und später konfirmiert. Und: Valentins Kinder sind mit ihrem Gemeindepfarrer jedes Jahr in die Ferien gefahren – auf Freizeiten.


Als der Pfarrer dann vor zehn Jahren in Ruhestand gegangen ist, hat Valentin ihm ein Abschiedsgeschenk gemacht. Er ist wieder in die Kirche eingetreten. Obwohl er die Predigten nicht immer so toll gefunden hat. Und es ihn seitdem jährlich ein paar Hundert Franken kostet. Aber die Arbeit der Kirche hat ihn überzeugt, das Café am Puls, zum Beispiel. Ein Treffpunkt für alle Generationen, wo man sich begegnet und viel Kultur im Programm ist.


So was gibt es in vielen Kirchengemeinden. Auch bei uns im Rheinland. Ich zum Beispiel gehe immer wieder mal zur SuppenKirche in Euskirchen. Ja richtig, nicht Küche, sondern Kirche. Da gibt es jeden Donnerstag eine warme Mahlzeit für alle, die kommen.

Ob Feiertag oder Ferien, die SuppenKirche öffnet immer um halb zwölf. Dann kommen bis zu 100 Menschen ins Gemeindezentrum, um etwas Warmes zu essen. Viele regelmäßig, andere sporadisch. Rund 300 Leute nutzen das Angebot immer wieder. Weil sie Hunger haben oder einsam sind.

Andere schätzen das Angebot als ihren „Stammtisch“. Hier knüpfen sie ihr kleines Netzwerk und erleben Gemeinschaft. „Ich nutze das Angebot auch ab und zu und habe hier viele Leute kennen gelernt“, berichtet jemand aus der Stadtverwaltung.


Ein Pfarrer und ein Diakon stehen für Gespräche bereit. So kann manches Problem schnell gelöst werden. Wie bekomme ich einen neuen Ausweis – meiner wurde gestohlen. Oder wie beantrage ich für meine Mutter eine höhere Pflegestufe. Auch das wissen die Kirchenleute.


Wenn Sie vielleicht mit dem Gedanken spielen aus der Kirche auszutreten, gucken Sie sich doch erst mal, was Ihre Kirchengemeinde so macht. Vielleicht ist da doch was für Sie dabei. Oder eben für andere, die es brauchen. Füreinander da zu sein, das ist unser Auftrag als Christen. Den es umso ernster zu nehmen gilt in einer Zeit, wo alles immer teurer wird und staatliche Hilfen stark gekürzt oder ganz gestrichen werden.


Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius


Quellen:
https://bgv.ekir.de/blog/ein-erfolgsrezept/
https://ev-kirche-euskirchen.de/suppenkirche/
(alle zuletzt abgerufen am 20.8.2023)

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