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Kirche in WDR 2 | 29.09.2023 | 05:55 Uhr

Fest der Erzengel

Heute ist Michaelistag. Wenn Sie den Kölner Dom besuchen, ist er der große Holzengel, der Sie auf Augenhöhe begrüßt im Kirchenraum, kurz hinter dem Eingang. Otto der Große hatte den Erzengel Michael zum Schutzpatron der Deutschen gemacht, nach einer siegreichen Schlacht im Jahr 955. Den „deutschen Michel“ kennen einige in der älteren Generation noch aus Karikaturen als die Personifikation der Deutschen.

Wobei der Name des Festes zwei Namen verschweigt. Denn im katholischen Kalender ist heute das Fest der drei Erzengel Michael, Gabriel und Rafael. Die drei sind die Engel, die in der Bibel mit Namen genannt werden. Dazu kommt noch der Engel, der sich von Gott distanziert hat, Luzifer, der Teufel. Das Wort "Engel" kommt von Griechisch Angelos, Bote. Also sind die Engel Boten Gottes. Das zeigen auch die Namen der Erzengel, in denen jeweils "EL" am Ende steht. Hebräisch EL bedeutet Gott.

MichaEL bedeutet "Wer ist wie Gott". Er ist sozusagen der Engel für die Krisen. Er kämpft in der Offenbarung des Johannes mit dem Drachen und besiegt ihn. Ein vielfaches Motiv in der Kunstgeschichte.

GabriEL heisst übersetzt "Kraft Gottes". Er kommt zu Maria in Nazaret und verkündet ihr, dass sie einen Sohn gebären wird: "Die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten". Im Islam ist Gabriel der treue Lehrer des Mohammed.

RafaEl bedeutet "Gott hat geheilt". Er ist mein Lieblingsengel, weil er in der wunderbaren kleinen Novelle von Tobit in der Bibel incognito wirkt. So geht die Geschichte, die sie komplett in einer Viertelstunde lesen können.

Tobit hat ein Helfersyndrom, er hilft allen. Seine Frau sagt: Du tust zuviel für andere! Eines Tages beerdigt er vor der Stadt einen Toten, um den sich keiner kümmert. Es wird spät, das Stadttor ist geschlossen. Er übernachtet vor der Mauer. Ein Vogel scheisst ihm ins Auge, er wird blind. Seine Frau: das hast du nun von deiner Gutmütigkeit!

Sein Sohn Tobias hat die Pubertät hinter sich und spürt seine Kraft. Er sagt zum Vater: Kann ich Dir nicht helfen. Der Vater: Geh in das ferne Land, dort habe ich etwas Geld angelegt. Nimm es und kaufe die Salbe, die mir hilft. Gesagt, getan. Als er aufbricht, kommt incognito der Engel Rafael und sagt: Dorthin reise ich auch, gehen wir doch zu­sammen. Dann kommt für mich ein schöner Satz: "Auch der Hund ging mit". Nun ist klar, dass es gut ausgeht, denn es läuft hundegestützt, wie man heute sagt. Ein Engel und ein Hund, nun wird es klappen.

Tobias kauft die Salbe, der Vater kann wieder sehen. Er findet auf der Reise auch seine Braut. Wie im Märchen: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!

Ein schönes Lied lautet "Jedes Kind braucht einen Engel", wie auch wir Erwachsenen. Und wir können füreinander Schutzengel sein, Boten Gottes. Das wünsche ich Ihnen und mir von Herzen.

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