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Kirche in WDR 2 | 04.11.2023 | 05:55 Uhr

Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Menschenrechte gelten seitdem universell und sind unteilbar. Nach den unfassbaren Grauen des Faschismus und des Zweiten Weltkrieges hat sich die Weltgemeinschaft damals auf 30 Artikel geeinigt. Seitdem sind die Menschenrechte fester Bestandteil nationaler Verfassungen und internationaler Abkommen. Man kann sie einklagen. Soweit die Theorie.


Mittlerweile muss ihre Sinnhaftigkeit im Büro oder auf einer Party wieder erklärt und verteidigt werden. Man findet sie grundsätzlich richtig, solange sie einem nutzen. Damit ist aber ihre Universalität genauso ausgehebelt wie ihre Unteilbarkeit. Wenn beispielsweise ein Whistleblower Kriegsverbrechen aufdeckt, landet er u.U. in Haft. Wir akzeptieren, dass alle fünf Sekunden ein Mensch verhungert. Kollateralschäden unseres Wirtschaftssystems. Wir lassen Menschen auf der Flucht ertrinken, um Nachfolgende abzuschrecken. Mit Menschenrechten hat das alles nichts zu tun. Mit einem christlichen Weltbild erst recht nicht.


2015 hat die Weltgemeinschaft noch einstimmig die nachhaltige Ausgestaltung der Menschenrechte in 17 Zielen konkretisiert. Danach muss Armut in jeder Form beendet und die Ernährung aller Menschen bis 2030 gesichert werden. Die ökologischen Grenzen der Erde sollen respektiert und der Klimawandel bekämpft werden. Aktuell bleiben wir in der Umsetzung hinter den selbst gesteckten Zielen weit zurück. Dass wir allein in Deutschland neuerdings 100 Milliarden Euro Steuergeld in Aufrüstung investieren, statt in die tatsächliche Bekämpfung von Fluchtursachen wie Armut und Klimawandel, ist angesichts der globalen Gültigkeit der Menschenrechte zumindest zynisch.


In diesen Tagen sind die Verstöße gegen die Menschenrechte im Krieg in der Ukraine, in Israel, im Gazastreifen unerträglich präsent. Menschenrechte werden in extremster Form missachtet. Dass Dörfer und Städte ausgelöscht, Menschen brutal gefoltert, verschleppt, getötet werden, ist mit nichts zu rechtfertigen.


Am 10. Dezember jährt sich die Erklärung der Allgemeinen Menschrechte zum 75. Mal.

Ein großartiges Jubiläum in der Geschichte der Menschheit! Wir sollten es allen erzählen im Büro und überall und uns an dem Tag verabreden: Miteinander essen und trinken und Geschichten erzählen, die uns Hoffnung machen! Gerade jetzt.



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender

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