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Kirche in WDR 2 | 18.11.2023 | 05:55 Uhr

Work life balance – die Generation Z

Autorin: Er begegnet mir überall – der Hass oder zumindest das Unverständnis gegenüber der jungen Generation. Der sog. Generation Z – das sind die, die zwischen 1997 und 2012 geboren worden sind. Im Schnitt sind sie also heute 20 Jahre alt. Die Generation Z hat ein anderes Verhältnis zur Arbeit und das empört die Babyboomer.


Eine Lehrerin aus der Berufsschule, die Erzieherinnen ausbildet, berichtet mir empört:

Die reden jetzt schon von life work balance. Die sollen doch erstmal anfangen, zu arbeiten! Und ein Kollege regt sich auf über die Forderungen, die junge Pfarrer und Pfarrerinnen bei Bewerbungsgesprächen jetzt stellen: Die sollen doch erstmal was leisten.


Ja, die Babyboomer kommen so richtig in Fahrt, wenn es um die Jungen und ihre Einstellung zur Arbeit geht. Haben sie selbst sich doch mit ihrer Arbeit total identifiziert, alles für ihre Karriere geopfert, opfern müssen, um überhaupt Arbeit zu finden, ist die Situation heute eine ganz andere. Der Arbeitsmarkt hat sich entspannt und der Nachwuchs auch. Liest man Studien (Klaus Hurrelmann, und Erik Albrecht, Generation Greta) erfährt man aber, dass die Generation Z sich politisch sehr engagiert. Und offenbar sind es nicht nur die Klimakleber - wie die Medien uns glauben machen. Nicht die persönliche Karriere, sondern die Rettung der Welt ist ihnen wichtig. Wobei auch wir – um der Wahrheit Genüge zu tun – schon damals demonstriert haben - gegen Atomwaffen und AKW Endlager.


Also, dass sie nichts tun, kann man der Generation Z jetzt nicht nachsagen. Die Prioritäten haben sich aber verschoben. Weniger Arbeit, das Leben genießen, die eigenen Träume verwirklichen und zwischendrin die Welt retten.


Und wenn die Babyboomer mal ehrlich zu sich sind: Sind sie nicht auch ein wenig neidisch! Was haben sie sich abstrampeln müssen, um in ihren Job zu kommen!
In eine Festanstellung, die ihren Qualifikationen entspricht!


Und jetzt im Alter? Was machen die Babyboomer? Sie wollen auch nicht mehr arbeiten. Ich kenne viele, die zum erst möglichen Zeitpunkt in Rente bzw. Pension gehen. Um die geniessen zu können, müssen sie aber zuvor ihren Unmut gegenüber der Genration Z überwinden. Sie müssen sich versöhnen mit dem Leben, das ihnen geschenkt worden ist. Manchmal hilft da auch die Seelsorge oder eine Therapie. Um die Wut, die Enttäuschung und die Bitterkeit in Dankbarkeit zu verwandeln. Auch das haben die Generation -Z-ler den Baby Boomern voraus: Sie nehmen viel häufiger Hilfe von außen in Anspruch, um psychische Probleme zu bewältigen. Arbeit ist eben nicht alles. Stimmt. Auf dem Sterbebett hat noch niemand bereut, zu wenig gearbeitet zu haben.


Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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