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Hörmal | 31.12.2023 | 07:45 Uhr

Karriere

Wissen Sie, was mich total nervt – dieses ganze Karriere Gelaber. Ganz schlimm bei Klassentreffen: 150 Jahre Abi oder so. Was machst Du so? Ach, hätte ich Dir gar nicht zugetraut, dass Du mal Chefarzt wirst.

Oder im Supermarkt. Quatscht sie einen an. Die Mutti, die bei den Elternabenden schon immer genervt hat. Und was machen Deine Kinder? Und schon legt sie los mit ihren Kindern, der eine Neuseeland, die andere Physik und der dritte – jetzt Jura. Biochemie war doch nicht so sein Ding. Aha, sage ich. Und signalisiere, dass ich keine Zeit habe. Aber spätestens an der Kasse holt sie einen wieder ein. Und Deine Kinder? Es geht um Karrieren. Schaffen sie es? Hast Du als Mutter es geschafft und etwas Ordentliches aus ihnen gemacht? Oder hast Du versagt.

Und wer sagt, dass vermeintliche Karrieren glücklich machen? Als Robbie Williams – der britische Sänger und Songwriter vor 88.000 Leuten singt– für ihn der Höhepunkt seiner Karriere -sagt er: „Ich bin nicht glücklich. Ich bin total depressiv. Fühle überhaupt nichts. Und habe wahnsinnige Angst, da rauszugehen. Auf die Bühne.“

Doch was ist Karriere eigentlich? In dem Wort steckt das Wort carrus – genau, klingt wie Karre und heißt auch Wagen. Bei Karriere handelt es sich um eine Fahrstrasse – um eine Laufbahn. Völlig wertfrei. Ganz gleich ob berufliche Veränderungen als Aufstiege oder Abstiege erlebt werden.

Doch was ist Karriere für mich? Wenn ich das machen kann, was ich will, und damit zufrieden bin. Klingt einfach. Ist es aber nicht. Um zufrieden zu sein, muss ich erstmal herausfinden, was für ein Typ ich bin. Der Organisationspsychologe Edgar Schein spricht von Karriereankern. Bin ich ein Freiheitsliebender, selbstständig arbeitender Typ oder lieber strukturell und im Zweifelsfall hierarchisch eingebunden. Möchte ich Sinn verbreiten wie der Pfarrer oder der Lehrer oder bin ich eher der Experte, der sich kompetent und intensiv in eine Fragestellung vertieft. So wie der Zahntechniker und die Herzchirurgin. Oder möchte ich Privates mit dem Beruf unbedingt vereinen. Wie zum Beispiel Arbeit mit der Erziehung der Kinder oder mit der Pflege der Eltern.

Also, für das neue Jahr: Lehnen Sie sich entspannt zurück! Und überlegen Sie, ob Sie das machen, was Sie machen wollen! Es gibt kein oben und kein unten. Es gibt nur ein: Das passt zu mir – das passt weniger gut oder eben gar nicht. Und ganz wichtig: Wenn Sie sich unwohl fühlen, haben Sie sich für den falschen Karriereanker entschieden. Doch Veränderung ist möglich. Egal was andere denken oder meinen, sagen zu müssen. Für jeden und jede gibt es einen Ort in dieser Gesellschaft – die Begabungen sind verschieden, aber alle sind gleich wichtig. Vor Gott und im echten Leben.



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