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Kirche in WDR 2 | 28.11.2023 | 05:55 Uhr

Queersensible Räume

Autorin: Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie schon als offen lesbisch lebende Pfarrerin in der Evangelischen Kirche: Dr. Kerstin Söderblom. Personalverantwortliche haben sie schon als junge Theologiestudentin ermutigt, nach ihrem Coming-out, ihr Studium nicht aufzugeben. Im Gegenteil. Sie ist von Kirchenleitenden darin bestärkt worden, ihren Weg als Pfarrerin weiterzugehen. Denn: Die Evangelische Kirche suche ihr Personal nicht aufgrund der Lebensform aus, sondern aufgrund der Qualifikation, hat man ihr damals gesagt. Jetzt hat Kerstin Söderblom ein neues Buch veröffentlicht. Darin geht es um Queersensibilität.


Sprecherin: Seit meinem Coming-out in den 1980er Jahren ist viel passiert. Es gibt in vielen Landeskirchen die Trauung für alle. Lesbische und schwule Pfarrpersonen wohnen als Paare im Pfarrhaus, trans*Personen arbeiten auch nach ihrer Transition in kirchlichen Berufen. Schaut man allerdings in die weltweite ökumenische Kirchenlandschaft, sind Kirchen viel zu oft Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.


Autorin: In der Ökumene – aber auch bei uns - gibt es leider immer noch Pfarrer*innen und kirchliche Mitarbeitende, die queere Personen in Predigten und Ansprachen öffentlich verurteilen. Und immer noch werden Menschen nach freiwilligen oder erzwungenen Coming-outs aus ihren Gemeinden oder religiösen Gruppen ausgeschlossen. Weil es viel Offenheit, aber auch noch Ausgrenzung von queeren Menschen in der Kirche gibt, setzt sich Kerstin Söderblom mit ihrem Buch für sichere Räume ein.


Sprecherin: Queere Gläubige brauchen Schutzräume, in denen sie von ihren Erfahrungen erzählen können, ohne sich dafür rechtfertigen oder Angst vor Re-Traumatisierungen haben zu müssen. Sie brauchen Orte, an denen sie erleben können, dass queer und gläubig sein, kein Widerspruch ist, sondern selbstverständlich zusammenpasst.


Autorin: Neben dem Angebot von sicheren Räumen, braucht es auch mehr Sensibilität, zum Beispiel beim Predigen. Es gibt viele Geschichten, die davon erzählen, dass Gott*, denen zur Seite steht, die ausgegrenzt sind. Geschichten, mit der zentralen Botschaft: Gott* ist deine Fürsprecherin. Gerade, wenn du queer, also anders, bist. So Kerstin Söderblom.


O-Ton: Biblische Geschichten sind vielfältig und bunt. Lebensgeschichten sind vielfältig und bunt. Und wir können und dürfen diese Geschichten aufeinander beziehen. Und auch die queeren Geschichten stehen unter Gottes Segen.


Autorin: Wenn wir queere Menschen und ihre Erfahrungen ernst nehmen, und sie als Expert*innen ihrer Lebensgeschichte hören, dann schaffen wir genau damit queersensible Räume.


O-Ton: Das ist für mich Christsein. Das ist für mich Verantwortung übernehmen und Gott, seinen Teil/ ihren Teil dabei tun lassen. Dann stehen wir alle unter Gottes Segen.



Quellen:

Seelsorge - Kerstin Söderblom (kerstin-soederblom.de)


Queersensible Seelsorge | Praktische Theologie | Theologie und Religion | Themen entdecken | Vandenhoeck & Ruprecht Verlage (vandenhoeck-ruprecht-verlage.com)

Beide zuletzt abgerufen am 02.11.23



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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