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Kirche in WDR 2 | 25.11.2023 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Sobald irgendwo Krieg ist, also quasi immer, müssen Menschen aus ihrer umkämpften Heimat fliehen, um nicht zu Tode zu kommen. Davon erzählt auch der Film „The Old Oak“ (auf deutsch: Die alte Eiche), der seit Donnerstag in vielen Kinos läuft. Er spielt im Jahr 2016 in einem heruntergekommenen, englischen Bergarbeiterdorf, wo Geflüchtete aus Syrien Zuflucht suchen. Und sie treffen dort – wie überall – nicht nur auf freundliche Menschen:

Ihr Scheiß Kameltreiber! Man, ihr habt meinen Kumpel im Irak auf dem Gewissen. - Schon gut, ich finde, das geht jetzt zu weit. Bitte bleiben Sie ruhig. - Das geht zu weit, ja?

Doch auch in diesem englischen Grubendorf mit seinen verarmten Bewohnern gibt es Menschen, die offen für Neuankömmlinge sind. Einer ist der Wirt T.J. Ballantyne. Er betreibt „The Old Oak“. Der Pub lief zuvor so schlecht, dass T.J. den Saalbetrieb einstellen musste. Nun will er diesen Raum mit neuem Leben füllen:

Ich möchte unsere neuen Freunde willkommen heißen, die aus einem Kriegsgebiet zu uns geflohen sind. Die Idee ist eigentlich ganz simpel, ich will, dass sich hier alle treffen und gemeinsam essen. Dafür will ich diesen Raum nutzen.

Man könnte ja meinen, eine kostenlose Armenspeisung für alle ist eine rundum gute Sache, also für bedürftige Einheimische ebenso wie für Geflüchtete. Doch selbst diese menschenfreundliche Idee stößt auf massiven Widerspruch.

Sieh dich doch mal um, T.J. Das ist hier wie in nem Flüchtlingslager. Das kannst Du doch nicht ernsthaft wollen. - Das ist echt armselig von dir. – Ne, du bist armselig.

Die Gegner von T.J.s Initiative verlassen wutentbrannt seinen Pub. Da tut T.J. etwas, wovor ich den Hut ziehe: Er sucht das Gespräch, etwa mit Charly, einem der Rädelsführer:

Hier geht es schon lange den Bach runter, lange bevor die Syrer kamen. Du bist doch eigentlich kein dummer Mensch. Wie konnte dann so etwas aus dir werden? - Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst. - Wir suchen alle nach einem Sündenbock, wenn es im Leben Scheiße läuft, aber blicken nie nach oben, immer nur nach unten. Beschuldigen die armen Schweine unter uns, die sind immer schuld.

Ich finde T.J.s Haltung vorbildlich: Mit einem Gegner im Gespräch bleiben, auch wenn eine Meinungsverschiedenheit unüberbrückbar scheint. Das lebt, wozu Petrus aufruft: Seid voll Mitgefühl und Liebe zueinander und vergeltet nicht Böses mit Bösem (vgl. 1. Petr 3, 8-9). Und wenn Moses sagt: „Der Fremde, der sich bei Euch aufhält, soll Euch wie ein Einheimischer gelten.“ (3 Mose 19, 34a). Dann lebt T.J.s Armenspeisung für alle genau das und stiftet zudem auf Dauer angelegt Gemeinschaft:

Das hier ist Solidarität, nicht Wohltätigkeit. Hier geht es darum, dass wir alle gemeinsam etwas tun. Wir stellen nicht einfach nur irgendwas zu essen auf den Tisch. Ich möchte, dass es eine dauerhafte Einrichtung wird.

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