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Kirche in WDR 2 | 28.12.2023 | 05:55 Uhr

Wer war froh, dass es dich gab?

Heute wäre Hildegard Knef 98 Jahre alt geworden. Die Sängerin und Schauspielerin mit der unvergleichlichen Stimme, die für sich rote Rosen regnen lässt.

Ob Hildegard Knef eine besonders gläubige Frau gewesen ist, weiß ich nicht.

Zumindest hat sie sich für andere Religionen interessiert. Besonders fasziniert hat sie die Religion eines bereits ausgestorbenen Ureinwohnerstamms. Dessen Religion lässt sich in einem einzigen Satz zusammenfassen, den die Verstorbenen nach dem Tod gefragt werden. Der Satz lautet: „Wie viele Menschen waren glücklich, dass du gelebt hast?“

Ein simpler Satz, wenn man so will. Wie viele Menschen waren glücklich, dass du gelebt hast?

An diesem Satz hat Hildegard Knef ihr Leben ausgerichtet und sogar ein Lied darüber geschrieben. In „Wer war froh, dass es dich gab“ singt die Sängerin davon, dass wir eines Tages Rechenschaft für uns und unser Leben ablegen müssen und zwar vor dem unbekannten „Einen“. Der, der die Lebensbilanz im Lied einfordert, ist dringlich in seinen Fragen. „Gib mir Antwort“, so singt es Hildegard Knef immer wieder „Gib mir Antwort, wer war froh, dass es dich gab?“

Für mich drängt sich Gott da irgendwie auf und die Vorstellung, die viele vom Leben nach dem Tod haben. Dass da eben Gott wartet und man sich verantworten muss für seine Taten. Oder auch die Vorstellung vom Jüngsten Gericht, wenn Gott als der große Richter auftritt und in schweren Büchern herumblättert und schaut, was der oder die Einzelne so im Leben angestellt, versäumt, falsch oder richtig gemacht hat.

Kein schönes Bild. Eher eines, das Angst macht. Werde ich in den Test bestehen? Komme ich in den Himmel oder in die Hölle?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob man so einen Fragenmarathon über sich ergehen lassen muss, wenn man stirbt. Aber die Frage dieses Stammes ist doch wirklich spannend: Wie viele Menschen sind glücklich, dass du gelebt hast?

Wer fällt Ihnen da ein? Wer ist froh, dass Sie auf dieser Welt sind? Und umgekehrt: Ohne wen können Sie sich das Leben so gar nicht vorstellen?

Mich motiviert dieser Satz. Und ich habe mir vorgenommen, dass ich zum Ende dieses Jahres den Menschen, die mir am Herzen liegen und wichtig sind, genau das sagen werde: Ich bin froh, dass du da bist. Hier und jetzt auf dieser Welt. Und was ist mit Ihnen?

Vielleicht mögen Sie es ja auch Ihren Lieblingsmenschen sagen.



Redaktion: Rundfunkpastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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