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Kirche in WDR 2 | 15.01.2024 | 05:55 Uhr

Das Wunder vom Hudson

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist ist das Wochenende leider auch schon wieder vorbei. Tja. Und gestern, da ist bei uns in der Kölner Agnespfarrei die Vorbereitung der Kinder auf die Erstkommunion einen wichtigen Schritt weiter gegangen. Die Kinder haben sich zum ersten Mal in kleinen Gruppen getroffen. Vier bis elf Kinder sind in so einer Gruppe. Zwei bis drei Erwachsene leiten die. 58 Kinder sind das in diesem Jahr. So viele wie noch nie in den letzten zehn Jahren. In den Gruppen lernen die Kinder Geschichten aus der Bibel kennen. Zum Beispiel die, die davon erzählt, wie Jesus mit Kindern umgeht: nicht herablassend nämlich, sondern auf Augenhöhe. Oder die Geschichte von dem Vater, dessen Herz so unglaublich riesig ist, dass sein Kind immer darin Platz hat. Selbst als es ihn schnöde behandelt und ihm den Rücken zudreht. Sie machen die Erfahrung, dass sie Gott danke sagen können oder auch um etwas bitten. Und das probieren die Kinder im Gottesdienst gleich aus: Lasst uns doch mit den Tieren gut umgehen! Denken wir doch an die, die draußen sitzen und nichts zu essen haben! Oder an die Kinder, die im Krieg leben müssen. Kinder haben ein unglaubliches Gespür für Ungerechtigkeit. Und dafür, dass die Welt anders sein könnte, wenn wir Erwachsenen doch nur das leben würden, was die Kinder jetzt kennen lernen: nämlich Kommunion, Gemeinschaft, Verbundenheit. Über alle denkbaren Grenzen hinweg. Und die Kommunion ist ja nichts anderes als ein Ausdruck dieser Sehnsucht.

Heute vor 15 Jahren hat der amerikanische Pilot Chelsey Sullenberger einen Airbus 320 A im Rudson River in New York notgelandet. Vielleicht erinnern Sie sich an den kurzen Clip einer Überwachungskamera, der den Augenblick zeigt, wie das Flugzeug auf dem Wasser aufsetzt. Findet man immer noch im Internet. 155 Menschen sind an Bord gewesen, als durch einen Vogelschlag alle Triebwerke ausgefallen waren. Die Zeit hatte nicht mehr dafür gereicht, zum Startflughafen zurückzukehren. Und so hat sich Sullenberger dazu entschlossen, die einzige Chance zu ergreifen, die er hatte: die Landung auf dem Wasser. Die war mit diesem Typ Flugzeug bis dahin erst zwei Mal überhaupt geglückt. Der Ausgang der Geschichte ist bekannt. Clint Eastwood hat sie später mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmt. Die Landung hat geklappt. Und wie durch ein Wunder ist niemand verletzt worden. Der neugewählte Präsident Barak Obama hat Sullenberger daraufhin zu seiner Amtseinführung eingeladen. Der hat gesagt, er komme, wenn die komplette Crew mit ihren Familien auch dabei sein dürfe. Für ihn war das „Wunder vom Hudson“ eine Teamleistung.

Nach seiner Pensionierung erzählt Sullenberger der Welt von seinem depressiven Vater und dessen Suizid. Das macht er, um die Menschen zu sensibilisieren. „Achtet aufeinander!“ sagt er unermüdlich. Er, der kein Held sein will, empfinde Stolz und Dankbarkeit jedes Mal, wenn er miterlebe, dass sich Amerikaner freundlich oder gütig verhalten.

Niemand muss erst ein Flugzeug notlanden, um zu merken, dass Menschen miteinander verbunden, aufeinander angewiesen sind. Über alle Grenzen hinweg. Grenzen fallen überall da, wo Menschen aufeinander achten. So entstehen Wunder. Wirklich wahr. Nicht nur im Hudson River. Und nicht nur an einem Montagmorgen


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