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Hörmal | 18.02.2024 | 07:45 Uhr

Bewegte Zeiten

In langen Kolonnen schlängeln sie sich durch die Stadt: Traktoren und Lastwagen. Die starken Motoren, das Hupen, sie sind von Weitem zu hören. Frustration, Ärger und Enttäuschung machen sich Luft. Ein paar Leute stehen am Straßenrand. Die einen klatschen, die anderen sind genervt, weil sie nicht über die Straße kommen.

„Wir leben in bewegten Zeiten!“ – ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Satz in den vergangenen Wochen gehört habe, und dann steht doch alles still, weil dann andere Gruppen streiken. Dann geht nichts mehr auf der Schiene, auf der Straße oder in der Arztpraxis.

Egal wo man hinguckt, die Stimmung ist angespannt. Es gibt keine Auszeit mehr von großen Krisen und konkreten Problemen. Unglaublich viel muss gelöst werden.

„Wir leben in bewegten Zeiten!“. Mag sein, das stimmt. Leiden kann ich die Floskel trotzdem nicht und ich sag ihnen auch, warum: Sie vermittelt mir immer den Eindruck, als könnte ich nichts ändern. Bewegt sich denn die Zeit um mich herum und mir bleibt nichts anderes übrig als zu ertragen, was da auch immer kommt?

Wir sind nicht die ersten, die Krisen erleben. Wir sind nicht die ersten, die erfahren müssen, dass sich die Welt ändert und das bis vor meine Haustüre spürbar wird. Wie sind andere damit umgegangen?

Die Frauen und Männer, die uns die biblischen Geschichten aufgeschrieben haben, können ein Lied von solchen Krisen singen. Einmal werden Menschen vertrieben und müssen plötzlich in der Fremde leben. Nichts ist mehr wie früher, nichts ist mehr wie zuhause. Einfach ertragen haben sie die Krise nicht. Sie sind aktiv geworden.

„Sucht den Frieden der Stadt!“ (Jeremia 27,9) wird ihnen zugerufen. Den Frieden der Stadt suchen, das scheint noch etwas anderes zu sein, als nur für die eigenen Interessen einzustehen. Geht dem Frieden nach. Da geht es ums Ganze. Um das, was verbindet. Vielleicht so, wie bei den großen Demonstrationen für Demokratie und Vielfalt in den letzten Wochen. So viele verschiedene Menschen stehen auf und schließen sich zusammen.

Suche den Frieden in der Stadt heißt konkret, dass ich mich einbringe. Dass ich anderen in meinem Umfeld zeige, was mir wichtig ist. Nicht nur auf den großen Demos, sondern auch in meiner Nachbarschaft und in meinem Verein, in meiner Kirche oder in einer politischen Partei.

Wir leben in bewegten Zeiten. Ich wünsche mir, dass es bewegende Zeiten werden. Zeiten, die uns bewegen, dem Frieden in der Stadt nachzugehen.



Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth
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