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Kirche in WDR 2 | 04.03.2024 | 05:55 Uhr

Wenn ein Traum zerbricht …

Musik ist total wichtig in ihrem Leben. Deshalb will sie unbedingt in diesem Bereich arbeiten. Einen Chor leiten, vielleicht sogar mehrere. Andere Menschen anleiten, so dass etwas Schönes entsteht. Das ist ihr Traum.

Also arbeitet sie darauf hin. Schließlich kann sie gut singen und inzwischen beherrscht sie auch das Dirigieren. Irgendwann ist es so weit, sie tritt ihre erste Stelle an. Nur leider ist sie total unstrukturiert. Im normalen Choralltag kommen alle damit einigermaßen klar. Aber vor den Aufführungen ist es kaum zu ertragen. Da rennt sie wie wild über die Bühne, sucht abwechselnd ihre Stimmgabel und ihre Brille, legt das Mikrophon so hin, dass allen das Trommelfell reißt und macht auch sonst jeden verrückt, der nicht mindestens fünf Meter Abstand halten kann.

Deswegen wird die Stimmung im Chor immer gereizter. Eigentlich bemüht sie sich um ein gutes Miteinander. Aber wenn sie aufgeregt ist, dann rutscht ihr schon mal eine falsche Bemerkung ‘raus oder eine unfaire Zurechtweisung.

Deshalb ist es nun passiert. Ihr Vertrag wird nicht verlängert. Die Chormitglieder haben sich für eine Neubesetzung ausgesprochen. Mit klarer Mehrheit.

Das trifft sie hart. Sie kann nicht verstehen, was vorgefallen ist. Traut sich aber auch nicht, nachzufragen. Stattdessen sucht sie sich eine neue Stelle. Aber obwohl sie sich wirklich bemüht, sie scheitert erneut. Dieselbe Entwicklung, dasselbe Ergebnis. Doch diesmal sagt ihr jemand aus dem Chor, woran es liegt. „Für eine Chorleiterin reicht es nicht, musikbegeistert zu sein. Man muss auch das Drumherum können. Organisieren. Mit Menschen umgehen. Sich vor Aufführungen im Griff haben.“

In diesem Moment erkennt sie: Was sie da gesagt bekommt, ist wahr. Für sie bricht eine Welt zusammen. Ihre Welt. Der Traum, mit Musik etwas Schönes zu erreichen.

Ihr Misserfolg belastet sie noch lange. Es fällt ihr schwer, zu akzeptieren, dass sie keine gute Chorleiterin ist. Und auch nie eine sein wird. Beruflich orientiert sie sich in eine andere Richtung. Aber dass ihr Lebenstraum zerplatzt ist, das macht ihr echt zu schaffen.

Was ihr hilft, mit dieser Enttäuschung zurechtzukommen, ist ihr Glaube. Das Vertrauen, dass Gott sie so annimmt, wie sie ist. Mit dem, was sie kann. Und auch mit dem, was sie nicht kann. Dieses Vertrauen hilft ihr, sich mit der Zeit auch selbst ein bisschen besser annehmen zu können. Ein wenig besser mit ihren Schwächen umzugehen. Etwas positiver auf sich selbst zu gucken. Und schließlich einen neuen Weg für ihr Leben zu finden.


Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth

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