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Kirche in WDR 2 | 20.03.2024 | 05:55 Uhr

Demokratie stärken

Lange Jahre waren die Werte stabil: Guter sozialer Zusammenhalt, Qualität sozialer Beziehungen, Vertrauen in die staatlichen Institutionen, starkes Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft. „In allen Dimensionen sind die Werte zurückgegangen“, sagt Kai Unzicker, Leiter des Projekts „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt“ der Bertelsmann Stiftung. „Die Menschen fühlen sich weniger verbunden, das Vertrauen in die Institutionen schwindet, Netzwerke werden kleiner.“

Driftet die Gesellschaft in Deutschland auseinander? Sicher ist: Es gibt ein wachsendes Bedürfnis nach Zusammenhalt. Und überall blühen Initiativen auf, die etwas dafür tun.

So entstehen Programme, die nach dem Motto „Sprechen & Zuhören“ Menschen zum geregelten und respektvollen Austausch zusammenbringen.

Und das funktioniert so: online, zwischen 30 und 150 Menschen, die nach ein paar Lockerungsübungen in Fünfer-Gruppen über alle möglichen Themen diskutieren: Vom Ukraine-Krieg bis zu Klima und sozialen Fragen. Jede:r hat drei Minuten Redezeit, währenddessen sind keine Nachfragen, keine Kommentare erlaubt. Einfach mal zuhören – und aushalten. Das funktioniert. Teilnehmende berichten: „Danach geht es mir besser“, „Wie wohltuend, mal frei sprechen zu können“, „Nur zuhören – berührend, dass das geht.“

An anderer Stelle bilden sich Demokratie-Initiativen: Schon seit 2018 gibt es den Jugendgemeinderat der Gemeinde Muldestausee, gleich um die Ecke von Bitterfeld, der die Interessen der 1.000 Jugendlichen der Gemeinde vertritt, eigenes Budget inklusive. Heute gibt es legale Flächen für Sprayer:innen, Kino-Abende, Netzwerktreffen zwischen den Jugendlichen der Ortschaften, Skateanlage, Fitness-Parcours und und und… . Junge und ältere packen gemeinsam an bei Müllsammelaktionen oder Ferienprogrammen. Und weil es so gut läuft, ziehen andere in der Region nach.

Für mich heißt das: Wenn wir wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen, werden die Krisen uns beherrschen. Wenn wir kreativ und aktiv werden, nicht.

„Gott hat uns nicht einen Geist der Feigheit geschenkt“, schreibt der Apostel Paulus an seinen Freund Timotheus. „Er hat uns einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben.“ Und das ist der Weg aus der Krise: Zuallererst nicht feige sein, wegducken, den Kopf in den Sand stecken.

Zuhören, Vertrauen haben, besonnen sein. Etwas tun und sich mit anderen zusammentun. Das kann etwas verändern.


Quelle: https://goodimpact.eu/menschen/politpop/demokratie-initiativen


Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth

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