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Kirche in WDR 2 | 30.04.2024 | 05:55 Uhr

Christ und Staat

In gut sechs Wochen ist Europawahl. Was hat die mit mir als Christ zu tun? Viel. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott was Gott ist“, sagt Jesus in der Bibel. Klingt so nach dem Motto: Trennt Staat und Kirche und lass den Kaiser einfach machen. Ist doch egal. Unser Reich ist eh nicht von dieser Welt!


Unsinn! Es ist mir als Christ nicht egal, in welchem Staat ich lebe! Doch was ist nun gemeint mit diesem schrägen Satz von Jesus über Kaiser und Gott? Sicher keine Empfehlung für eine konkrete Partei. Das haben die Kirchen schon gemacht. Und es war eine Katastrophe. Sogenannte „Deutsche Christen“ für Hitler zur Nazizeit. Und ich habe auch in der Demokratie mit einer Wahlempfehlung der Kirche für eine Partei mein Problem. Denn die Demokratie lebt von Vielfalt.


Aber mein Glaube gibt mir eine sehr eindeutige Empfehlung für eine Wahlhaltung! „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott was Gott ist.“ Das heißt für mich drei Dinge:


1. Ich bete keinen Kaiser an und auch sonst keinen mächtigen Führer. Gott bewahre. Aber ich kann beten für die Menschen, die sich in der Politik für uns einsetzen und dafür, dass wir alle in einer Gesellschaft, bei mir vor Ort, im Land, in Europa gut und friedlich zusammenleben. Auch künftig.


2. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ oder moderner gesagt: Gebt dem Staat, was er braucht. Was kann ich geben? Mein Engagement: für mehr Gerechtigkeit, Frieden und für Bewahrung der Schöpfung. Denn der Verlust von Demokratie, von Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit, das wird Gott genauso wenig korrigieren wie unseren menschengemachten Klimawandel. Das müssen wir schon selbst tun.


Und 3.: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“. Bei Jesus ging es damals um Geld. Steuern. Der Staat soll bekommen, was er braucht, sagt Jesus, um das Zusammenleben der Menschen ordentlich zu gestalten. Also: Ich zahle als Christ gerne Steuern. Und ich gebe, und das ist bei dieser Europawahl glaube ich besonders wichtig: meine Stimme. Ich gehe zur Wahl. Wählen ist Christenpflicht.


Und am besten überzeuge ich noch mindestens einen Menschen, in sechs Wochen mit an die Urne zu kommen, der womöglich gar nicht gewählt hätte. Weil er sagt, das bringt sowieso nichts.

Europa ist das größte Friedensprojekt, das unser oft so zerrissene Kontinent je erfahren hat. Darum wähle ich als Christ Frieden und die Achtung vor jedem Menschen, Menschenwürde. Und ich kenne viele Parteien, die dafür gut wählbar sind.



Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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