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Hörmal | 26.05.2024 | 07:45 Uhr

Katholikentag und Zukunftsgestaltung

In drei Tagen geht er los, der 103. Deutsche Katholikentag in Erfurt. Zugegeben: im Vergleich zu früheren Katholikentagen wird das in Thüringens Hauptstadt eher eine kleine Veranstaltung.
Etwa 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich angemeldet. Aber gerade in Ostdeutschland ist das ja schon eine Realität: Kirchlich engagierte Christen als Minderheit. Deshalb muss diese Minderheit aber nicht gleich unbedeutend sein, und schon gar nicht die Ideen und die Absichten, die sie vertreten. Seit über 175 Jahren versuchen die Katholikentage immer wieder Impulse für das gesellschaftliche Zusammenleben zu geben. Und so liest sich bereits das diesjährige Motto nicht nur wie eine These, sondern wie ein Appell: „Zukunft hat der Mensch des Friedens!“

Klingt gut. Und: Dieses Motto ist uralt. Es stammt aus dem Buch der Psalmen (Ps 37,37) im Alten Testament. – Aber es ist immer noch hochaktuell, denn Zukunft zu gestalten geht am besten, wenn es Frieden gibt für den Menschen, und der Mensch nicht Angst um sein Leben haben muss, weil Krieg oder Verfolgung herrschen. Aber das müssen immer noch viel zu viele Menschen, wie ein Blick in die Welt zeigt: Derzeit gibt es über 55 bewaffnete Konflikte mit staatlicher Beteiligung. Für uns in Deutschland sind die bekanntesten die Kriege zwischen Russland und der Ukraine und der zwischen Israel und der Hamas. Weiter weg – aber nicht weniger schlimm – sind die Konflikte in Äthiopien, Sudan und Jemen, um nur einige wenige zu nennen. Und inzwischen ist klar, bewaffnete Konflikte haben immer globale Konsequenzen: Ich denke da an die Ströme von Geflüchteten in andere Länder und die wirtschaftlichen Folgen.

All die unmittelbar betroffenen Menschen wollen sicherlich nichts dringlicher als Frieden, um so ihre Zukunft zu gestalten. Wenn man einmal bedenkt, wie viele Tote jeder Konflikt bedeutet, wieviel Zerstörung und wie hoch allein die Kosten für die Waffen sind, die hier eingesetzt werden. Insgesamt sind es weltweit im zurückliegenden Jahr über zwei Billionen Euro, die für die Rüstung ausgegeben wurden. Kaum vorstellbar! Das Geld wäre doch viel besser in den Aufbau zerstörter Länder und Regionen geflossen oder in Umweltschutz, Bildung und Forschung, um Zukunft positiv zu gestalten. Aber dazu bedarf es eben des Friedens. „Zukunft hat der Mensch des Friedens!“

Aber was heißt das nun? Und was kann da so ein Katholikentag ausrichten mit einem uralten und doch hochaktuellen Motto? Ich bin nicht so weltfremd, dass ich mir vorstelle: Bald sind diese Konflikte zu Ende, weil sich hier 20.000 Katholiken unter einem Friedensmotto treffen oder einfach um Frieden beten – wird doch seit Jahrhunderten dieser Psalmvers gebetet und dient er als Maßstab für eine bessere Zukunft. Und doch gibt es immer noch Krieg und Konflikte. Sie gehören wohl zur Menschheitsgeschichte dazu, weil der Mensch auch eine aggressive und zerstörerische Seite hat. Und weil das so ist, kann wohl nicht oft genug dagegengehalten und daran erinnert werden: Jede und jeder einzelne trägt Verantwortung für die Zukunft, und dazu ist Frieden nötig. „Zukunft hat der Mensch des Friedens!“

Und die damit verbundene Frage kann niemandem in keiner Generation erspart bleiben: Was bin ich bereit, für den Frieden zu tun, damit Zukunft positiv gestaltet wird?

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