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Kirche in WDR 2 | 24.05.2024 | 05:55 Uhr

Demokratie fördern

Ganze 200 Millionen Euro investiert die Bundesregierung dieses Jahr, um die Demokratie in Deutschland zu fördern. Kürzlich hat der erste Bürgerrat auf Bundesebene zum Thema Gesundheit seine Empfehlungen vorgelegt. Besonders freut mich der Vorschlag, für alle Schulkinder ein kostenloses Mittagessen in den Schulen einzuführen. Wunderbar! Allerdings sieht es nicht gut aus mit dem Vertrauen in unseren Demokratischen Staat. Im Jahr 2020, das ist ja noch gar nicht so lange her, waren 56 Prozent der Menschen der Meinung, unser Staat könne seine Aufgaben gut erfüllen. Heute denken dagegen 69 Prozent, der Staat sei überfordert.

Sie halten die Liste der Probleme für zu lang, vor allem in den Bereichen Flüchtlinge, Bildung und Klima. Was kann man da machen?

Wer Demokratie fördern will, sollte bei der Jugend anfangen. So wie das Charta der Europäischen Union für Jugend und Demokratie macht. Die Charta enthält 49 Vorschläge, wie Jugendliche sich an den Entscheidungen der Politik beteili­gen können. Zum Beispiel rät sie: Senkt das Wahlalter, investiert in politische Bildung und: Beteiligt junge Menschen ganz grund­sätzlich bei allen demokratischen Vorgängen.

Junge Menschen möchten besonders größtmögliche Klimaneutralität, gute Vorbereitung auf den Beruf, demokratische Beteiligung und Förderung der mentalen Gesundheit. Der letzte Punkt mag überraschen, aber es ist leider so, dass die seelische Gesundheit junger Menschen in der Pandemie stark gelitten hat. In unserer Gesamtschule hier in Köln gibt es dazu ein intensives Programm.

Ein anderer Gedanke, wie Staatsverdrossenheit gemindert und die Demo­kratie befördert werden kann, mag überraschen, ich meine den Blick auf die Pfarreien, also die Kirche vor Ort. Hier wird Demokratie pur gelebt, oder die Gemeinde stirbt. Denn ohne die Beteiligung vieler, ohne Entscheidungen ganz demokratisch in Pfarrgemeinderat oder Kirchen­vorstand läuft hier nichts. Wenn ein Pfarrer sagt: "Hier bin ich der Chef und entscheide" steht er bald da wie der nackte König im Märchen, nämlich ganz allein. In den Pfarreien gilt bottom up, nicht top down. Also von unten nach oben, nicht umgekehrt.

Ralph Dahrendorf hat gesagt: "Demokratie lernt man unten an der Basis". Als Jochen Ott unlängst Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen wurde, schrieb die Frankfurter Allgemeinde Zeitung, er habe in unserer Pfarrei hier in Köln-Vingst gelernt, was Demokratie ist. Er war jaauch Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, Zivildienstleistender und im Leitungs­team der Jugend. Das zeigt ja auch, dass es unten in der Kirche anders zugeht als oben. Eben auch demokratisch.



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