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Kirche in WDR 3 | 11.06.2014 | 07:50 Uhr

Markenzeichen Diakonie

Liebe Hörerin, lieber Hörer, das bekannteste Markenzeichen der Christenheit in aller Welt ist die Diakonie. Wie viele nützliche Erfindungen und wertvolle Einrichtungen verdankt sich auch die Diakonie einer Notlage. Davon erzählt der Evangelist Lukas in seiner Apostelgeschichte:

Zuerst war da der erste öffentliche Auftritt der Apostel nach dem Tod Jesu in Jerusalem. Dieser Auftritt bewegte viel, sie hatten einen unerwartet großen Zulauf. Dies führte zu einem Versorgungsproblem. Denn nur wenige von denen, die sich den Jesus-Jüngern anschlossen, lebten in Jerusalem. Die meisten waren aus dem Umland in die Hauptstadt gekommen, um das Wochenfest zur Erinnerung an Mose und die Gebote Gottes mitzufeiern, so wie in unserer Zeit viele Christen am Osterfest in Rom oder an Weihnachten in Bethlehem zusammenströmen.

Die Festteilnehmer aus dem Umland und auch aus anderen Provinzen des römischen Reiches hatten sich nur für die Feiertage Proviant mitgebracht, blieben aber länger als geplant bei der Jesus-Gemeinschaft in der Hauptstadt. Der alte Jüngerkreis, der Kern der Bewegung war darauf nicht vorbereitet, und so entstanden zunächst Versorgungsengpässe und Verteilungsprobleme.

Die Versorgung ließ sich erstaunlich schnell regeln. Alle Gemeindeglieder spendeten, was immer sie konnten.

Sprecherin: Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte den Aposteln; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. (Apg.4,32.34f.)

Autor: Bei der Essenszuteilung aber kam es zu einem Streit:

Sprecherin: Die Zahl der Jünger wuchs unaufhörlich. Allerdings wurden in dieser Zeit auch Klagen ´innerhalb der Gemeinde` laut, und zwar vonseiten der Jünger, die aus griechischsprachigen Ländern stammten. Sie waren der Meinung, dass ihre Witwen bei der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln benachteiligt wurden, und beschwerten sich darüber bei den einheimischen Jüngern. Da beriefen die Zwölf eine Versammlung aller Jünger ein und erklärten: »Es wäre nicht gut, wenn wir ´Apostel` uns persönlich um den Dienst der Verteilung der Lebensmittel kümmern müssten und darüber die Verkündigung von Gottes Botschaft vernachlässigen würden. Seht euch daher, liebe Geschwister, in eurer Mitte nach sieben Männern um, die einen guten Ruf haben, mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und von Gott Weisheit und Einsicht bekommen haben. Ihnen wollen wir diese Aufgabe übertragen. (Apg. 6, 1-4)

Autor: Dieser Vorschlag wurde von allen akzeptiert; es wurden sieben Männer ausgewählt, die die Essensausgabe überwachten; diese Regelung führte zum gewünschten Erfolg.

Liebe Hörerin, lieber Hörer! Bei der Essensausteilung ist es nicht geblieben. Die Diakonie, der christliche Dienst an den Bedürftigen, hat im Lauf der Jahrhunderte immer neue Formen der Hilfe entwickelt, je nachdem, wo und wie gerade Hilfe nötig war. In den Hospitälern des Mittelalters, in den Diakonissenkrankenhäusern und Kinderkrippen seit dem 19. Jh., in den medizinischen Missionswerken eines Albert Schweitzer oder eines Paul Lechler.

Ich wünsche allen in Diakonie und Caritas tätigen Menschen, dass sie für ihren wertvollen Dienst an der Gesellschaft immer genug Kraft und auch Mut haben. Und dass sie spüren, dass wir sie unterstützen und ihren Dienst achten, meint Ihr Reinhard Schmidt-Rost aus Bonn.

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