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Kirche in WDR 3 | 08.03.2016 | 07:50 Uhr

Positives Spekulieren

Guten Morgen!

Positives Spekulieren: Nie gehört? Tut aber sehr gut: Vor gut zwei Monaten erzählten zwei Kolleginnen, fünf Minuten lang ausgiebig, was sie wohl alles für meine guten Eigenschaften und Charakterzüge halten würden. Der Clou: Sie kannten mich fast gar nicht. Sie spekulierten nur. Aber das war egal, denn: Das tat gut! Danach durfte ich den Gefallen zurückgeben. Auch das hat Spaß gemacht. Den anderen einmal – wenn auch nur für kurze Zeit – in ein richtig gutes Licht stellen war mal eine angenehme Erfahrung. Und ich habe diese Erfahrung gemacht bei einer Fortbildung, in der es um das Zukunftsbild meines Heimatbistums ging. Das Zukunftsbild ist das Programm, mit dem sich mein Erzbistum Paderborn gegenwarts- und zukunftsfähig aufstellen will.

Dabei geht es nicht um Strukturmaßnahmen und irgend welche Bauanleitungen für die Kirche der Zukunft. Es geht vor allem um innere Haltungen. Damit alle Hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich das „aneignen“ können, gab es besagte Fortbildung. Und das „positive Spekulieren“ war dabei eine anschauliche Übung, um die Auswirkungen von Grundhaltungen zu illustrieren.

Haltungen meinen hier grundsätzliche Einstellungen zu mir selbst und meiner Umwelt. Nicht so sehr, was meine offiziellen Grundsätze sind, welche Partei ich wähle oder welche Musik ich höre, sondern tiefer gelagert: Nehme ich mich selber wirklich als positiv oder negativ wahr? Ist ein anderer Mensch für mich eher eine Störung meiner Kreise oder wirklich eine bereichernde Begegnung? Sind die Welt und die Zeit in der ich lebe wirklich mein zu Hause oder ein fremder und bedrohlicher Ort? Diese und ähnliche Fragen führen mich an diese Grundhaltungen zur Wirklichkeit um mich herum.

Wenn man so will, ist das Christ-Sein nichts anderes, als ein permanentes „positives Spekulieren“. Eine Kirche mit Christen, die permanent defensiv, ablehnend oder einfach negativ sind – die braucht auf Dauer niemand. Leider wird sie aber viel zu oft so erfahren.

Ich merke: manchmal gibt mir so eine kleine Erinnerung, wie die Übung „positiven Spekulieren“ den nötigen Impuls, mich selber wieder „auf Kurs“ zu bringen. Natürlich ändert eine Übung nicht die Grundeinstellung eines Menschen. Aber zu versuchen, seine Grundhaltungen nicht ins Negative abrutschen zu lassen, kann sich nur lohnen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen positiven Tag!

Ihr Vikar Jörg Heinemann aus dem Süden von Hamm

Copyright Vorschaubild: Pixabay

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