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Kirche in WDR 3 | 19.05.2018 | 07:50 Uhr

„Wie lebe ich?“

Wenn überhaupt, dann ist der Samstag der Tag der Woche, an dem ich mal keinen Wecker stellen muss oder möchte. Ausschlafen. Einfach so den Tag beginnen. Kein Auf-die-Uhr-gucken. Kein Denken daran, was als Nächstes kommt…

Ich genieße das!

In der Ruhe vom Samstagmorgen hab‘ ich endlich auch mal wieder Augen für meine eigenen vier Wände, für die Bilder, die Bücher, für die Trommeln und Masken aus halb Afrika oder die alte Hochzeitstruhe aus Indien, die wir als Couchtisch nutzen. Zeit zu Hause bedeutet für mich auch Zeit zum Lesen. Manchmal blättere ich dabei einfach gern durch Bücher, die ich schon kenne und die mich doch immer aufs Neue anregen.

Ein kleiner Bildband zeigt mir sechzehn Familien aus sechzehn verschiedenen Ländern rund um die Erde. Ganz gewöhnliche Familien, stellvertretend für die Menschen ihrer Heimat. Familien, die bereit waren, ihr gesamtes Hab und Gut vor ihr Haus, ihre Hütte oder ihre Jurte zu schaffen, um so in einer Fotoserie einen Einblick zu geben in ihr Leben. So entstand ein ganz besonderes Bild der Menschheitsfamilie.

Wie und wo leben Menschen? Womit? Und was macht letztlich ihr Leben aus?

Die Weltfamilien zeigen es her. Frauen, Männer und Kinder vor ihrem jeweiligen Zuhause inmitten ihres gesamten Besitzes. Manche Habe sprengt in ihrer Fülle fast den Rahmen, in den die Familien sich von den Fotografen haben locken lassen. Andere Habseligkeiten lassen noch viel Raum auch für die Umgebung.

So oder so: Die Bilder machen mich zu einer Entdeckungsreisenden. Fast beschämend ist der intime Einblick, den ich nehmen darf: das eine Bett der sechsköpfigen Familie Cakoni aus Albanien; die leeren Radiobatterien als Spielzeug für die Kinder von Familie Natomo aus Mali; die vier Luxuskarossen der Familie Abdullah in Kuwait, stolz abgeparkt vor 450 qm Wohneigentum.

Die Bilder sollen erzählen. Entsprechend sparsam sind die Begleittexte. Zwei Fragen wurden den Familien aber doch gestellt: nach dem Kostbarsten, das sie besitzen, und nach ihrem sehnlichsten Wunsch, ihrer Hoffnung für die Zukunft.

Die Kostbarkeiten und vor allem die Wünsche und Hoffnungen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie hegen. Da ist zum einen der Wunsch nach einem Mehr vom Gleichen: ein Haus auf dem Land, ein größeres Fernsehgerät, mehr Freizeit zum Reisen, ein Wohnmobil. Die andere Art Wunsch wagt sich weit darüber hinaus: Frieden, eine saubere Umwelt, die nötigen Medikamente, Wasser für die Felder, eine Milchkuh. Diese Wünsche stecken mich an mit all ihrer Hoffnung auf eine Zukunft, die so viel mehr in sich trägt, als die Realität jetzt es „eigentlich“ erlaubt.

Und so wachsen beim samstäglichen Stöbern durch die Porträts der Weltfamilien ganz grundlegende Fragen auch in mir: Womit und woraus lebe ich? Woran hängt mein Herz? Was sind meine Wünsche? Und wie ist es um meine Hoffnung bestellt?

Für Christen endet heute die Osterzeit, morgen feiern wir schon Pfingsten. Das Kirchenjahr ist also mittendrin in der Zeit der großen Hoffnung auf die ganz große Verwandlung des Lebens in Jesus Christus. Für mich ist der Weg Jesu durch diese Welt und über sie hinaus tatsächlich die ganz große Hoffnung. Eine Hoffnung, mit der ich mich getrost hinauswagen kann ins Leben mit allem, was es mir zu bieten oder zuzumuten hat. – Solch eine Hoffnung, die nie verloren geben mag, wofür Sie leben, wünscht Vera Krause aus Köln.

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