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Kirche in WDR 3 | 08.07.2021 | 07:50 Uhr

Babuschkas

Einen guten Morgen aus Köln!

Schon als Kind fand ich sie faszinierend: die „Matroschkas“ oder auch „Babuschkas“.

Das sind diese bunten russischen Puppen: Man kann sie öffnen und darin stecken dann noch zwei oder mehr andere Puppen:

jeweils eine kleinere in der größeren.

Für mich war das immer wie ein Bild für den Menschen: Wir tragen immer noch den Jugendlichen

und das Kind in uns, der oder die wir einmal waren.

Die Freuden und Narben, die Erfolge und Niederlagen aus Kindheit und Jugend sind nicht einfach verschwunden,

sondern in mir immer noch da.

Manchmal spüre ich das in der Seele, wenn es plötzlich weh tut oder ich Lachen muss, dann melden sich nämlich

oft Erinnerungen aus der Kindheit zu Wort.

Nur dass ich sie in der Regel gut verberge und nach außen gerne den coolen Erwachsenen gebe, dem keiner was kann.

Das ist mitunter vielleicht auch notwendig, oft aber auch ziemlich anstrengend und da ruft mir der heutige Kalendertag

ermutigend zu: „Sei-noch-mal-ein-Kind!“

Wenn Erwachsene noch einmal Kind spielen, wird es leicht kindisch und dumm, wenn sie aber

das Kind in sich wahrnehmen, annehmen und zulassen, kann das sehr befreiend sein.

Denn dann bekommen auch Neugier und Lust, Spiel und Spontaneität eine neue Chance.

Die Kindheit war die wichtigste Phase in unserem Leben. Da wurden viele Weichen gestellt und dem nachzuspüren

und nachzugehen, kann mir helfen, mich heute und hier besser zu verstehen: Vielleicht den Grund für Traurigkeit zu erkennen,

Schwachstellen zu meiden und weiter zu wachsen und zu reifen.


„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet, wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen!“

(Matth. 18,2b) sagte Jesus, der Mann aus Nazareth einmal. Er sprach so zu Freunden, die sich um ihre Größe stritten.

Ihnen stellt er die Kleinen gegenüber und alle, die ihr Klein-sein, Bedürftigsein und ihre Schwächen und Grenzen kennen und zulassen.

Denn wer nicht nur die glänzende Oberfläche poliert, sondern das Kleine und Zerbrechliche in sich kennt

und es sich und anderen zugesteht, der trägt zur Versöhnung bei: in sich und um sich -

und der oder die darf dann ein anderes Wort des Mannes aus Nazareth hören: „Selig, die Frieden stiften, denn sie

werden Kinder Gottes genannt werden!“ (Matth. 5,9)

So möchte ich auch den „sei-noch-einmal-ein-Kind-Tag“

verstehen - und damit grüßt Sie für heute aus Köln

Pfr. Jürgen Martin.

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