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Kirche in WDR 3 | 11.02.2022 | 07:50 Uhr

Liebend ansehen

Guten Morgen!


Ich fotografiere gern. Immer schon hatte ich eine Kamera, von Kindheit an. Früher war es ein kleiner Pocketapparat von Agfa. „Ritsch Ratsch Klick“ wurde er im Volksmund genannt. Später war es eine Polaroid, die mit viel Getöse die Bilder direkt ausspuckte. Man musste noch so ein bisschen mit den Fotos hin- und her wackeln, damit etwas Brauchbares dabei rauskam. Dann kam die erste Spiegelreflexkamera; wenig später schon ein digitaler Fotoapparat. Und seit ein paar Jahren sind sogar die Handys so gut ausgestattet, dass ich sie zum flotten Knipsen gebrauchen kann.


Meine liebsten Motive waren und sind bis heute immer Menschen. Typen. Gesichter. Natürlich in der Familie und im Freundeskreis. Aber manchmal auch Fremde. Ich spreche dann Leute auf der Straße an, ob ich sie fotografieren kann. Die zwei Frauen auf der Parkbank, das Pärchen im Café, der Straßenmusiker vor dem Kaufhaus. Hier und da ergeben sich dabei sogar spannende Gespräche. Und besonders freut es mich natürlich, wenn nicht nur mir, sondern auch den Abgelichteten am Ende das Bild gefällt.


Ich glaube ja, dazu braucht es vor allem Menschenliebe. Wer Menschen nicht mag, wird sie vermutlich auch nicht ansprechend fotografieren können. Es geht mir ja gerade nicht darum, das Perfekte abzubilden, wie es vielleicht in der Modebranche üblich ist - wo dann noch am Computer fleißig nachgeholfen wird. Es geht mir um das Echte, um alles, was nicht makellos ist. Auch Falten, Narben, gelebtes Leben.


Das sind dann oft besondere Situationen, die nur dem Gegenüber gelten. Als Fotograf nehme ich mich ganz zurück und konzentriere mich nur auf mein Motiv. Fast intime Momente. Und wenn von mir selbst ein Bild aufgenommen wird, erlebe ich das meist genauso. Der Fotograf ist dann ganz fokussiert auf mich.


Als ich vor Jahren mit christlicher Meditation begonnen habe, habe ich Parallelen zu meinem Hobby entdeckt. Ich sitze dabei in der Stille, ganz für mich allein. Aber eben nicht ganz allein, sondern „vor dem liebenden Angesicht“ Gottes. So wurde es mir beigebracht. Und das ist etwas ganz Wunderbares.


Ich glaube, dass sich Gott tatsächlich für mich interessiert und mich in Liebe ansieht. Und zwar auch mit meinen grauen Haaren, mit meinen Sorgenfalten und meinen Lachfalten, mit den Brüchen in meinem Leben und mit den Narben - inneren wie äußeren. Aber ich muss mir eben auch etwas Zeit nehmen, damit diese Nähe entstehen kann.

Dann ist das auch so ein intimer Moment. Ich bin fokussiert auf meine Begegnung mit Gott, die auch ohne Worte auskommt. Und Gott ist fokussiert auf mich und alles, was mich gerade bewegt. Das Bild davon kann allerdings nur mein Herz festhalten, kein Fotoapparat.


Dass Sie auch immer wieder solche besonderen Momente erleben können,

mit anderen Menschen und mit Gott

das wünscht Ihnen aus Bielefeld, Ihr Pfarrer Bernd Becker.



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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