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Kirche in WDR 3 | 13.10.2022 | 07:50 Uhr

Vom Gebet

Mit einem Kind zu reden heißt, es zum Zuhören einzuladen und auch darauf eingestellt zu sein, dem Kind zuzuhören. Viele Menschen reden nur zu Kindern statt mit ihnen. Diese Worte stammen vom schwedischen Schriftsteller Henning Mankell. Vielen von Ihnen wird er durch seine Kriminalromane bekannt sein. Darin geht es auch darum, wie Menschen miteinander reden können, ohne aneinander vorbei zu reden oder sich misszuverstehen.

Von Jesus ist überliefert, dass man mit ihm gut reden konnte. Der Gottessohn nahm sein Gegenüber ernst, stellte Fragen und ließ Pausen, ehe er Antworten gab. Gespräche mit Jesus waren auf Augenhöhe,

besaßen oft weiterführende Tiefe und kreative Wendungen.

So zum Beispiel ein Gespräch, das Jesus mit einer Samariterin führt. Die Frau will gerade mit einem Krug Wasser aus einem Brunnen schöpfen. Damals war es nicht üblich, dass ein jüdischer Mann mit einer fremden Frau redete. Schon gar nicht, wenn sie aus dem Volksstamm der Samariter stammte. Aber Jesus setzt sich - wie so oft - über Konventionen hinweg. So bittet er die Samariterin um Wasser, da er von einer Wanderung ermüdet ist. Das Gespräch nimmt dann eine unerwartete Wendung. Während die Frau vom Brunnenwasser redete, benutzt Jesus das Bild von Wasser als Zeichen für das Wirken Gottes. Er sagt: Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten. Seine Worte sind für die Frau zunächst völlig

unklar. Sollte das Wasser, das Jesus ihr geben könnte, stärkender sein als das Brunnenwasser? Stärkender und niemals versiegen? Im gemeinsamen Dialog kommt es zu immer neuen Fragen und Erklärungen. Schließlich ahnt die Frau, dass Jesus der erwartete Messias ist, der Christus. Sie lässt den Krug stehen und läuft in die Stadt, um andere Menschen zu holen.

Solch lebendige Kommunikation, solch innere Gemeinschaft bietet Christus uns auch heute noch an. Wir können nicht nur zu Christus reden, sondern mit Christus reden. Frère Roger Schutz, der Gründer der Communauté von Taizé, schreibt dazu: Das Gebet … ist nicht dazu da, dass wir uns wohler fühlen; Beten – nicht um irgendeines Gewinnes willen, sondern um als freie Menschen in die lebendige Gemeinschaft

mit Christus hineinzufinden.

Diese stärkende Erfahrung wünsche ich Ihnen und mir gerade in unserer oft so orientierungslosen Zeit.

Aus Coesfeld grüßt Sie Petra Fietzek

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