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Kirche in WDR 3 | 04.10.2023 | 07:50 Uhr

Extremes Glück

Guten Morgen!


Das YouTube-Video hat bereits mehr als eine Millionen Aufrufe. Und tatsächlich macht der Titel neugierig. Es geht nämlich um „Zehn Menschen, die extremes Glück hatten.“ Gleich zu Beginn des Videos wird ordentlich Spannung erzeugt und versprochen: Am Ende werde ich eine ganz besondere Person sehen, mit der ich nicht rechne.


Zunächst sind die Beispiele allerdings eher erwartbar und nur schwer auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Ein Amerikaner wird im Lauf seines Lebens siebenmal vom Blitz getroffen und immer nur leicht verletzt. Eine Frau verliert ihren Lottoschein. Ein ehrlicher Finder gibt ihn zurück, und sie kann doch ihren Millionengewinn einstreichen. In Tansania findet ein junger Mann einen riesigen Edelstein und baut von dem Erlös eine Schule und ein Einkaufszentrum. Zum Staunen ist auch die Geschichte des Schauspielers Harrison Ford. Der arbeitet als Schreiner und wird dabei für den Film entdeckt. „Star Wars“ und „Indiana Jones“ machen ihn später weltberühmt.


Fast am Ende der Glücks-Liste dann ein Schmunzler: Ein Strafzettel kann nicht zugestellt werden, weil eine tieffliegende Taube das Nummernschild des Rasers beim Blitzen verdeckt hat. So weit so glücklich. Nun kommt die letzte Person dran. Und da heißt es: „Diese Person bist Du!“ Der Sprecher zählt auf, warum der Betrachter des Videos im Leben schon viel Glück hatte: „Du lebst, was auch in jungen Jahren nicht selbstverständlich ist. Wenn Du dieses Video gucken kannst, wohnst Du in einem der reichsten Länder der Welt und zu einer Zeit, in der Wissenschaft und Medizin weit entwickelt sind.“


Und weiter meint der Autor des Videos: Selbst, wenn Dich das Schicksal schon hart getroffen hat, rufe Dir ins Bewusstsein, „wieviel Glück jedem einzelnen von uns schon widerfahren ist.“ Fast jeder Mensch kann Gründe finden, um dankbar zu sein, so heißt es in dem Video.


Ein erstaunlich tiefer Gedanke für ein Video, das zunächst wirkt, wie tausend andere auch. Reißerischer Titel, grelles Aufmacher-Foto. Am Ende präsentiert das YouTube-Video aber eine Weisheit, die schon in den alten Texten der Bibel vorkommt: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Die Bibel, Psalm 103,2)


Hier wird allerdings auch ein Unterschied zu dem Glücks-Video deutlich. Die Dankbarkeit hat in der Bibel nämlich einen Adressaten. Wer sein Leben im Gespräch mit Gott führt, der dankt nicht ins Leere. Er dankt demjenigen, der - wie Christen glauben - die Welt und jeden Menschen geschaffen und gewollt hat.


Doch egal wem gegenüber ich Dankbarkeit empfinde - manchmal ist das leichter gesagt als getan: Dankbar sein. Nicht immer im Leben gelingt es mir, mein Glück auch in Dankbarkeit zu verwandeln. Es ist also gut, dass ich immer wieder einmal daran erinnert werde, und sei es durch ein kleines YouTube-Video.


Ihr Pfarrer Bernd Becker aus Bielefeld.



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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