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Kirche in WDR 3 | 25.11.2023 | 07:50 Uhr

Tag vor Totensonntag

Auch wenn wir heute erst Samstag haben, möchte ich auf morgen schauen.

Denn morgen gedenken evangelische Christen ihrer Verstorbenen, dann ist Totensonntag.

Dieser Gedenktag entspricht in etwa dem Tag Allerseelen in der römisch-katholischen Kirche.

Allerseelen ist immer am 02. November und wurde bereits im Jahr 990 vom damaligen Abt von Cluny als Gedenktag ausgerufen.

Der evangelische Totensonntag ist jünger: erst 1816 hatte ihn der preußische König Friedrich Wilhelm III. eingeführt. Wohl unter dem Eindruck der napoleonischen Befreiungskriege. Und auch der frühe Tod seiner geliebten Frau, Königin Luise 1810, hat dabei wohl eine Rolle gespielt.

Am Totensonntag werden im evangelischen Gottesdienst die Namen der Verstorbenen aus dem vergangenen Jahr verlesen.

Manche Gemeinden feiern auch besondere Gottesdienste in der Friedhofskapelle. Und die Gräber der Verstorbenen werden besucht.

Um die christliche Hoffnungsperspektive des ewigen Lebens zu betonen, wird der Totensonntag auch "Ewigkeitssonntag" genannt.

Ein solcher Gedenktag, wie der morgige Totensonntag, gilt in Deutschland als stiller Feiertag.

Hierbei geht es darum, dass eine ungestörte Ausübung religiöser Bräuche wie Andachten und Gottesdienste gewährleistet werden soll.

Aus Rücksicht auf religiöse Gefühle genießen solche stillen Feiertage besonderen gesetzlichen Schutz.

So sind dann öffentliche Tanz- und Sportveranstaltungen oftmals verboten.

Und solche Verbote und Vorschriften sind nicht erst seit den großen Austrittswellen aus beiden Kirchen umstritten.

Wer will sich schon vorschreiben lassen, wann er es krachen lassen will oder richtig abfeiern möchte?

Und schon gar nicht, will man das akzeptieren, um auf religiöse Gefühle anderer Rücksicht nehmen zu müssen.

Vielleicht wäre es sinnvoll, hier mal die Perspektive umzudrehen:

Ich verzichte auf verschiedene Dinge am Totensonntag nicht für andere.

Sondern ich verzichte darauf für mich.

Ein solcher Tag bietet die Chance, mal zur Ruhe kommen.

Und ganz ehrlich: es gibt ausreichend andere Zeit im Jahr, um es laut krachen zu lassen, abzutanzen und Events zu feiern.

Nutzen Sie die Zeit morgen, um Ihre Toten zu ehren und Ihrer zu gedenken

Wir haben in unserer Familie schon viele liebe Menschen zu Grabe tragen müssen.

Der Abschied tat sehr weh und tut es manchmal immer noch.

Sie lebendig in unserer Erinnerung zu lassen, ist uns sehr wichtig.

Und dafür müssen wir aktiv etwas tun.

Wir erinnern uns an Dinge, die wir mit Ihnen erlebt haben und erzählen uns davon.

Und so begleiten sie uns weiterhin.

Und auch beim regelmäßigen Besuch an ihren Gräben fühlen wir uns mit Ihnen verbunden.

Ich lade Sie ein, sich morgen nicht über einen stillen Feiertag zu ärgern.

Nehme sie sich Zeit und erinnern Sie sich an einen lieben Menschen.

Einen Verwandten, der viel zu früh aus dem Leben geschieden ist.

Eine verstorbene Freundin, die sie vermissen.

Behalten Sie Ihre Verstorbenen in lebhafter Erinnerung.

Erzählen Sie sich von ihnen und von ihren Geschichten.

Meine Hoffnung gebe ich Ihnen mit in den morgigen Tag:

dass unsere Verstorbenen in Gottes Händen das ewige Leben geschenkt bekommen.

Diese Hoffnung spricht aus dem Schlussvers des Evangeliums,

das wir vor 9 Jahren zur Auferstehungsmesse für meinen Schwager Peter ausgewählt haben:

„So habt auch ihr jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.“ (Joh 16,22) (Sprecher)


In dieser Hoffnung grüßt Peter Krawczack aus Düsseldorf


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