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Kirche in WDR 3 | 24.01.2024 | 07:50 Uhr

Kompliment!

Guten Morgen.
Heute ist Welttag des Kompliments. Wahnsinn, was es alles für Tage gibt. Aber gut, schadet ja nicht: Mann, sehen Sie heute gut aus, liebe Hörerin, lieber Hörer…

Nicht sehr glaubwürdig, dieses Kompliment, wo ich Sie doch gar nicht sehe. Wie wäre es hiermit: Tollen Sender hören Sie da, Kompliment! Ja, schon besser.

Gar nicht so einfach, echte Komplimente zu machen.

Als Student hatte ich mal einen Aushilfsjob. Keine besondere Herausforderung. Es gab halt Geld. Aber da war ein Chef, der arbeitete nach dem Motto: „Ganz viel loben, ganz viele Komplimente“, und so kam er ins Büro: „Hast Du schon die neuen Ordner beschriftet? Ah ja, super. Super beschriftet. A-G. Super.“ – „Äh, ja, äh, danke.“ Zurück bleibt man mit dem Gefühl: „Hat er mir das nicht zugetraut? Für wie blöd hält der mich denn?“ Loben, Komplimente machen, das kann nach hinten losgehen. Nicht zu viel, nicht zu wenig darf es sein, realistisch und doch nicht zu einfach.

Jesus hat mal ein Riesen-Kompliment gemacht. Er sagt zu den Leuten, die ihm zuhören: „Ihr seid das Salz der Erde!“ Und da sitzen lauter einfach Leute: Handwerker. Fischer, Bauern, Hausfrauen. Keinerlei Bedeutung in der Welt der Großen, Reichen und Berühmten.

Und zu diesen Kleinen im Land sagt Jesus: „Auf euch kommt es an. Mag sein, dass die Welt ein Riesen-Topf Suppe ist. Mag sein, da schwimmen als das Dicke am Boden der Kaiser und seine Leute. Aber ohne ein paar kleine Körnchen Salz ist das alles ungenießbar. In die Suppe kann man Rindfleisch, Gemüse, Huhn machen, egal. Auch Knochen kann man auskochen, Aber ohne Salz kommt keine Suppe aus.

So seid ihr. Klein, unscheinbar und vor allem: unverzichtbar.“ Und die Leute sagen: „Ich? Was mach ich denn? Gar nicht gemerkt, dass ich Salz bin.“ - „Eben“, meint Jesus. „Es ist die Natur des Salzes zu salzen. Das Salz strengt sich nicht an, um zu salzen, es macht das von sich aus. Alles, was ihr dazu braucht, um Salz zu sein, liegt bereits in euch: Zum Beispiel, wenn ihr eurer alten, einsamen Nachbarin begegnet: Lächelt ihr zu und wechselt ein paar Worte. Dazu muss man sich wirklich nicht verrenken Aber es ist das Körnchen, was so vieles verändert. Für die Dame, aber auch für mich, denn Lächeln kommt ja zurück. Oder: Wenn ihr den Obdachlosen wie einen Nachbarn behandelt, ihn fragt: `Wie geht es Ihnen heute, brauchen Sie was?` - dann ist der immer noch obdachlos, aber er fühlt sich wie ein Mensch. Wie vielen Leuten der täglich begegnet, die ihn genau das Gegenteil fühlen lassen. Oder: Wenn ihr in eurem Job tut, was ihr könnt, um den Zusammenhalt zwischen den Kolleginnen und Kollegen zu fördern, wenn ihr als Bewohner eines Altenheims heute der Schwester sagt `Vielen Dank, dass Sie sich um mich kümmern` - dann seid ihr das Salz der Erde.“ Meint Jesus.

Machen Sie mit. Jesus macht auch Ihnen das dicke, glaubwürdige Kompliment: „Du bist das Salz der Erde“. Und wir probieren es aus und stellen fest: Stimmt, bin ich wirklich. Ist ganz einfach, wenn ich will.

So können Komplimente die Welt verändern! Schön, dass Sie zugehört haben.


(Ende WDR 4, Verabschiedung für WDR 3 und 5: )

Einen guten Tag wünscht Ihnen, Pfarrer Klaus Künhaupt aus Essen.


Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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