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Kirche in WDR 3 | 01.03.2024 | 07:50 Uhr

Schuld abladen verboten!

Auch in dieser Fastenzeit spricht mein Kühlschrank mit mir. Dieses Riesending aus Edelstahl, das mich an die wichtigen Dinge im Leben erinnert. Das tut er über zahllosen Buttons und Postkarten, die wir im Laufe der Jahre mit Magneten an unseren Kühlschrank fixiert haben. Da ist zum Beispiel dieser Button, auf dem steht: „Schuld abladen verboten“. Als ich den gekauft habe, dachte ich: Guter Satz. Musst Du Dir merken, wenn mal wieder irgendjemand versucht, Verantwortung wegzuschieben.

Wenn auf der Arbeit jemand einen Fehler macht, und den mir in die Schuhe zu schieben versucht (was allerdings glücklicherweise so gut wie nie passiert). Oder wenn die Pläne nicht aufgehen bei irgendeiner Aktivität, die in der Familie, im Verein, mit Freunden geplant ist. Und wenn dann ein Schuldiger gesucht wird – oder eine Schuldige. Für solche Situationen – so dachte ich damals – ist es ganz gut, diesen Satz parat zu haben. „Schuld abladen verboten!“ Quasi als persönlicher Schutzschild. Ich will nicht der Sündenbock sein. Also wurde dieser Button gekauft und fand seinen Platz auf unserem Kühlschrank.

Mittlerweile hat der für mich aber eine ganz andere Bedeutung. Nicht als Schutzschild gegenüber den Schuldzuweisungen anderer, sondern als Mahnung an mich. Weil ich leider viel zu häufig Dinge mache, die ich nicht tun sollte. Ich erspare Ihnen – und vor allem mir – jetzt die Details. Aber wahrscheinlich bin ich doch viel häufiger Bengel als Engel. Und wenn ich dann diesen Spruch lese, dann bin ich etwas erleichtert: Weil er mich nämlich daran erinnert, dass ich an einen Gott glaube, dessen Sohn genau das Gegenteil gesagt hat. Zwar mit anderen Worten – aber im Wesentlichen doch genau so: Dass ich meine Schuld bei ihm abladen darf. Dass er alles trägt und erträgt, was ich so an Fehlern mache.

Das ist kein Freibrief für ein Leben in Saus und Braus. Das entbindet mich auch nicht davon, zu meinen Fehlern zu stehen. Um Verzeihung zu bitten. Oder die Weichen in meinem Leben anders zu stellen. Im Gegenteil – dafür ist die Fastenzeit ja gerade da bei Christen wie mir. Aber: Ich muss diese Schuld eben nicht mein Leben lang mit mir herumtragen. Ich darf die abladen. Gott trägt sie für mich. Ich darf mich frei davon machen. Ohne das Bild von meinem Kühlschrank jetzt überstrapazieren zu wollen: Aber am Kühlschrank Gottes hängt vielleicht auch so ein Button, mit dem er sich an sein Versprechen erinnert, dass er mir gegeben hat. Und auf diesem Button steht: Schuld abladen erlaubt.

Wissen Sie: Mich erleichtert diese Vorstellung und der Glaube daran ungemein, dass Gott meine Schuld auf sich nimmt. Mich macht das frei.

Dass auch Sie diese Freiheit erfahren können, das wünscht Ihnen Ihr Diakon Claudius Rosenthal aus Altenwenden.





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