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Kirche in WDR 3 | 01.05.2024 | 07:50 Uhr

Tag der Arbeit

Guten Morgen!


Ja es gibt sie, die Menschen, die ihre Arbeit lieben und denen merkt man das irgendwie an. Die stecken Herzblut rein, arbeiten liebevolle Details ein, nehmen sich mit Wertschätzung der Menschen an, mit denen sie arbeiten oder haben ein großes Herz bei ihren Entscheidungen, die sie treffen müssen.

Und da ist es ganz egal, welche Arbeit das ist.


Heute ist Tag der Arbeit. Und ich denke an das biblische Jahresmotto der Kirchen:

Alle Dinge lasst in Liebe geschehen (1. Korinther 16,14)


Manchmal kann so eine Liebe in der Arbeit ausgenutzt werden. Wer Feuer und Flamme für seine Arbeit ist, kann auch Gefahr laufen auszubrennen. Die Leidenschaft kann ausgebeutet werden. Durch den Arbeitgeber. Oder auch durch einen selbst.


Aber auch das Gegenteil scheint dem Menschen nicht gut zu tun. Wer seine Arbeit nicht mag oder gar darunter leidet, der wird es schwerer haben, seine Arbeit gut zu machen.

Klar ist, nicht jede Arbeit muss geliebt werden. Manche Arbeit muss einfach getan werden.


Doch schwierig wird es, wenn man seine Arbeit abgründig hasst. Wenn es Horror ist, Montag zur Arbeit zu gehen. Wenn man nur fürs Wochenende lebt oder verzweifelt, weil der Urlaub vorbei ist. Dann kann die fehlende Freude an der Arbeit auch oft Konsequenzen für das Privatleben haben.


Mangelnde Motivation, Unzufriedenheit, schlechte Laune - das alles wird nur allzu oft mit nach Hause genommen.


Noch einmal: Arbeit muss sicher nicht immer geliebt werden. Denn, wir arbeiten, um zu verdienen, um uns den Lebensunterhalt leisten zu können.


Doch ein großer Teil der Lebenszeit ist Arbeitszeit. Deshalb freue ich mich immer für meine Berufsschüler, wenn die am Ende ihrer Ausbildung merken: Das ist der Beruf, den ich gern mache. Das war der richtige Weg. Arbeit ist nicht nur Mittel zum Zweck. Das, was ich mir ausgesucht habe, passt zu mir.


Menschen, die ihre Arbeit gerne machen und genau da ihren Platz gefunden haben, wo sie gebraucht werden, sind ein Geschenk.


Am 1. Mai geht’s um den ganzen Blick auf die Arbeit. Am Tag der Arbeit erinnern wir daran, was nicht gut läuft in der Arbeitswelt. An diesem Tag gedenken wir aller, die für bessere Bedingungen gekämpft haben - was einige mit ihrem Leben bezahlt haben.

Dieser Tag ist aus der Not von Menschen entstanden, die schamlos niedergedrückt und in ihrer Würde verletzt worden waren.

Auch heute steht noch

so mancher Wandel in der Arbeitswelt aus.

Und mancher Konflikt und manche Debatte sind noch nicht geklärt.

Nicht jede Lösung hat immer den Menschen im Blick.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird wieder größer.

Der Welthunger auch.

Lohn-Preis-Entwicklungen machen uns Sorge.


So hoffe ich auf mehr Anerkennung, Verständnis und vor allem Lösungen für alle,

die unter ihren Arbeitsbedingungen zerbrechen.

Für alle, deren Lohn nicht auskömmlich ist oder die ungerecht entlohnt werden.

Für alle, die nicht in dem Beruf arbeiten können, in dem sie gern gearbeitet

hätten.

Aus welchen Gründen auch immer.

Für alle, die keine Arbeit haben.

Für alle, die wollen, aber nicht können.

Für alle, die sich nach einer anderen Arbeit sehnen.

Dass sich was ändert. Der Tag heute macht Mut dazu, dass es möglich ist.


Und zuletzt: Der Tag der Arbeit ist ein Feiertag – damit wir nicht vergessen, dass der Mensch nicht nur aus Arbeit besteht.

Es gibt viele andere Dinge, die ich in und mit Liebe gestalten und geschehen lassen kann.


Einen schönen 1. Mai wünscht Ihnen Pfarrerin Anne Wellmann aus Tönisvorst.


Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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